Motorsport Formel1
"Schumi" sendet Warnsignal Richtung Alonso

Michael Schumacher greift zum Abschluss seiner Karriere noch einmal nach dem WM-Titel in der Formel 1. Im Freitagstraining in Sao Paulo lag der Deutsche als Sechster vier Ränge vor seinem Widersacher Fernando Alonso.

Michael Schumacher hatte es zu Beginn seines letzten Wochenendes als Formel-1-Fahrer eilig. Der Ferrari-Star, der nach dem Großen Preis von Brasilien am Sonntag (19.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) seinen Helm an den Nagel hängt, fuhr im freien Training auf Rang sechs. Dabei war Schumacher eine Zehntelsekunde schneller als Weltmeister Fernando Alonso (Spanien), der beim WM-Finale 2006 in Sao Paulo nur einen Punkt zur erfolgreichen Titelverteidigung benötigt.

"Ich denke, wir haben schon gute Karten, um hier auf Sieg fahren zu können", meinte Schumacher, der unbedingt gewinnen muss, wenn er überhaupt noch eine Chance auf seinen achten WM-Titel haben möchte. Der 37-Jährige muss dann allerdings darauf hoffen, dass sein Rivale Alonso ausfällt oder bestenfalls Neunter wird. Besonders gefreut hat sich "Schumi"über einen Schriftzug auf den Rennautos von BMW-Sauber. Dort stand "Danke, Michael". Das sei eine wirklich schöne Geste gewesen, sagte der angehende Früh-Rentner, für den es ein ganz normaler Arbeitstag war: "Bis auf die vielen Fotografen und Kameras war alles wie sonst auch."

Bestzeit fuhr Williams-Testfahrer Wurz

Bestzeit fuhr Williams-Testfahrer Alexander Wurz (Österreich). Auf Platz drei unterstrich BMW-Freitagsfahrer Sebastian Vettel aus Heppenheim erneut sein Talent. Ralf Schumacher landete im Toyota auf Rang acht, zwei Plätze vor Renault-Pilot Alonso. Auf Position 14 stand Testpilot Michael Ammermüller (Pocking) im Red-Bull-Ferrari. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) wurde im BMW-Sauber als 18. gestoppt, deutsches Schlusslicht an diesem Tag war Nico Rosberg (Wiesbaden), der im Williams-Cosworth nicht über Platz 23 hinauskam. Bester Mclaren-Mercedes-Pilot war der zu Ferrari wechselnde Finne Kimi Räikkönen auf Rang sieben.

Schumacher will sein letztes Rennen einfach nur genießen. Er sei völlig entspannt und verspüre absolut keinen Druck. Dabei hat er noch eine Titelchance, zumindest rechnerisch. "Das ist richtig, aber ich bin ab einem gewissen Punkt Realist genug, um zu wissen, wo meine Möglichkeiten bestehen und wo sie nicht mehr bestehen", meint der Ferrari-Star. Es sei nicht sein Ding, sein Rennen auf der Basis aufzubauen, dass jemand ausfällt. Schumacher: "Und deshalb bin ich mir im Klaren darüber, dass es sich nicht mehr lohnt, um die Fahrermeisterschaft zu kämpfen, aber sehr wohl noch um den Konstrukteurs-Titel."

Sao Paulo für Alonso ein besonderes Rennen

Alonso betont, dass Sao Paulo für ihn ein besonderes Rennen sei. "Wenn man die Chance hat, Weltmeister zu werden, hat man immer Druck, weil die Motivation da ist, und dieser Traum nochmal erreicht werden kann", erklärt der Spanier, der sich vor einem Jahr in Brasilien zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte krönte. Im vergangenen Jahr habe er drei Möglichkeiten gehabt: Sao Paulo, China und Japan, während es diesmal nur dieses eine Rennen sei. "Jetzt kann ich es mir halt nicht leisten, mir diese Möglichkeit entgehen zu lassen", sagt der 25-Jährige.

© SID

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