Motorsport Formel1
Vettel: "Die Taktik heißt Vollgas"

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel will nach der Enttäuschung in Spa in den letzten sechs Rennen der Saison das Maximum herausholen: "Es gibt keinen Grund, die Welt neu zu sortieren."

Sebastian Vettel hat die Enttäuschung über das Ausscheiden Beim Großen Preis in Belgien verdaut und blickt im Gespräch mit den Reportern auf seine verbleibenden Titelchancen.

SID: "Wie lange haben Sie sich noch über Spa geärgert?"

Sebastian Vettel: "Nicht lange. Wichtig war, dass ich direkt danach mit Jenson Button gesprochen habe. Am nächsten Morgen war der ganze Ärger verflogen."

SID: "Wie gehen Sie mit Ratschlägen um, Sie sollten die Dinge etwas ruhiger oder konzentrierter angehen?"

Vettel: "Nach Situationen wie der in Spa gibt es immer Leute, die auf alles eine Antwort haben. Das Wichtigste ist, dass man mit sich selbst im Reinen ist. Es gibt keinen Grund, jetzt die Welt neu zu sortieren, ich habe Leute in meinem Umfeld, denen ich schon lange vertraue. Mit diesen Leuten rede ich und beratschlage mich - nach guten und nach schlechten Tagen."

SID: "Wo sehen Sie selbst Dinge, die Sie in den letzten Rennen anders oder besser machen müssen?"

Vettel: "Grundsätzlich lernt man aus Fehlern. Aber ich kann jetzt nicht spezifisch sagen, dass ich in einer bestimmten Situation vollkommen anders reagieren würde. Jede Situation, besonders im Rennen, ist anders. Da muss man oft ganz spontan reagieren. In Ungarn habe ich im entscheidenden Moment das Regelwerk nicht auf dem Schirm gehabt, in Spa habe ich versucht zu überholen - so bin ich eben, wenn ich hinter jemandem festhänge - und es ging in die Hose, fertig."

SID: "Was schmerzt mehr: 31 Punkte Rückstand auf die Spitze oder 28 Punkte Rückstand auf den eigenen Teamkollegen?"

Vettel: "Es ist egal, hinter wem man den Rückstand hat, wenn man vorne sein will. Siegen kann am Ende nur einer."

SID: "Wie groß schätzen Sie Ihre Titelchance noch ein?"

Vettel: "Gut, aber es wird nicht einfacher. Es sind noch sechs Rennen zu fahren. Da muss man jetzt das Maximum herausholen und dann schauen, ob es reicht. Natürlich will ich Weltmeister werden, aber ich habe noch viel vor mir. Ich denke, es gibt andere, die mehr unter Zugzwang stehen."

SID: "Erstellen Sie sich selbst eine Art Fahrplan für die letzten Rennen?"

Vettel: "Nein, wozu? Der Ablauf wird immer der gleiche sein. Man kommt donnerstags an die Strecke und beginnt dann mit seinen Ingenieuren, das Auto für den Kurs abzustimmen. Freitag Training, Samstag Qualifikation, Sonntag Rennen, die Taktik heißt Vollgas!"

SID: "Wird das Rennen in Monza für Red Bull so schwierig wie im vorigen Jahr?"

Vettel: "Ich hoffe, es wird besser werden, weil wir in Sachen Topspeed zugelegt haben. Aber noch nicht genug, um als Favorit angesehen zu werden."

SID: "Michael Schumacher nennt Spa sein Wohnzimmer: Nimmt für Sie Monza eine ähnliche Stellung ein, weil Sie dort Ihren ersten Sieg gefeiert haben? Ist es etwas Besonderes, dort zu fahren?"

Vettel: "Auf jeden Fall. Mein erster Sieg war fantastisch. Den vergisst du nie. Besonders wenn es in Monza passiert, mit den euphorischen Tifosi. Ich mag Italien sowieso, das Land und die Leute."

© SID

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