sonstige Sportarten
Müller Würzburg zum ersten Mal deutscher Meister

Müller Würzburg hat erstmalig den deutschen Meistertitel in der Tischtennis-Bundesliga gewonnen. Nach dem 5:5 im Hinspiel gegen Frickenhausen siegte der Ettu-Cup-Finalist heute mit 6:2 und sicherte sich so den Triumph.

Neuer deutscher Tischtennis-Meister in der Herren-Bundesliga ist Müller Würzburg. Im Final-Rückspiel bezwang der Ettu-Cup-Finalist den TTC Frickenhausen mit 6:2 und sicherte sich nach dem 5:5 im Hinspiel vor Wochenfrist seinen erstmaligen Triumph.

Würzburg beerbt Ochsenhausen

Würzburg trat die Nachfolge der TTF Ochsenhausen an, die im Halbfinale am neuen Champion gescheitert waren. Frickenhausen hatte sich im Semifinale gegen Hauptrunden-Sieger und Rekordmeister Borussia Düsseldorf durchgesetzt. Champions-League-Sieger TTV Gönnern mit Doppel-Vizeweltmeister Timo Boll und dem deutschen Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf war bereits vor der Endrunde gescheitert.

Trotz des Titelgewinns ist Würzburg, das in der Hauptrunde Platz zwei hinter Düsseldorf belegt hatte, mit seinem tschechischen Spitzenspieler Petr Korbel in der neuen Champions-League-Saison nicht dabei.

Aufgrund des Reglements gingen die maximal vier Startplätze für die Bundesliga an Gönnern, Ochsenhausen, Düsseldorf und den TTC Zugbrücke Grenzau. Nach der Aufstockung der Königsklasse von bislang acht auf 16 Klub erhielten alle Champions-League-Starter der abgelaufenen Saison ein automatisches Startrecht für die kommende Spielzeit.

Frank Müller stellte sich auch mal selbst auf

Würzburgs Meisterschaft ist besonders auch auf den Einstieg von Mäzen Frank Müller nach der Rückkehr ins Oberhaus vor zwei Jahren zurückzuführen. Das 43 Jahre alte Unikum ist Motor des Teams und stellt sich zuweilen im Doppel selbst auf.

Durch seine unorthodoxe Spielweise hat der gebürtige Düsseldorfer, der vor seinem Engagement in Würzburg die TTG Munscheid 2003 nicht vor dem Bundesliga-Abstieg bewahren konnte, sich bundesweit einen Namen gemacht. International geht Müller bei Turnieren der Pro Tour vereinzelt sogar mit einer Spielberechtigung für Liechtenstein an den Start.

Müller ist im neuen Meister-Team als einziger Spieler in Deutschland geboren. Neben Korbel gehören der Würzburger Mannschaft der Hongkong-Chinese Leung Chu Yan, der für Bulgarien spielende Chinese Feng Zhe, der Weißrusse Jewgeny Schetinin und der eingebürgerte Chinese Fan Changmao an.

Frickenhausen muss weiter auf den Titel warten

Frickenhausen muss unterdessen auch nach seiner zweiten Endspiel-Teilnahme weiter auf den Meister-Titel warten. Der frühere EM-Zweite Torben Wosik verpasste damit auch das "Partner-Double", nachdem seine Ehefrau und Nationalspielerin Elke Wosik in der Vorwoche mit dem TV Busenbach die Meisterschaft gewonnen hatte.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%