München 2018: Willy Bogner geht – jetzt lächelt Kati Witt für Olympia

München 2018
Willy Bogner geht – jetzt lächelt Kati Witt für Olympia

Willy Bogner hat aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Geschäftsführer der Münchner Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Nachfolge ist bereits geregelt: Die Bewerbungsgesellschaft setzt jetzt auf die charmante frühere Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt als Zugpferd.
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HB MÜNCHEN. Bogner bat die Bewerbungsgesellschaft München 2018 auf Anraten seiner Ärzte, ihn aus gesundheitlichen Gründen ab sofort von seiner Funktion als Vorsitzender der Geschäftsführung zu entbinden. „Meine Erkrankung ist doch ernster als angenommen“, erklärte der 68-Jährige am Montag in München. Die Gesellschafterversammlung entsprach bei einer am Montag kurzfristig einberufenen Telefonkonferenz diesem Wunsch einstimmig.

Als Nachfolger des Mode-Unternehmers wurde Bernard Schwank zum neuen Chef der Münchner Olympia-Bewerbung ernannt. „Zusammen mit unserem hervorragenden Bewerbungsteam werden wir dem IOC ein zukunftsweisendes Konzept für freundliche Olympische und Paralympische Winterspiele 2018 bieten“, kündigte Schwank an.

Das Gesicht der Bewerbung soll in Zukunft aber vor allem Katarina Witt sein, die die derzeit etwas schlingernde Bewerbung als Präsentations-Chefin bis zum Finale am 6. Juli 2011 in Durban/Südafrika gegen Pyeongchang/Südkorea und Annecy/Frankreich zum Erfolg führen soll. "Ich wünsche Willy Bogner eine schnelle Genesung", sagte Witt und stürzte sich gleich in ihre neue Aufgabe: "Meine vielen Gespräche mit IOC-Mitgliedern zeigen, dass wir gut im Rennen liegen, dass es aber auch noch viel zu tun gibt." Die weltweit bekannte zweimalige Olympiasiegerin im Eiskunstlauf hatte als Vorsitzende des Kuratoriums schon in den letzten Monaten mit ihrem Lächeln für München 2018 geworben.

"Durch die personelle Maßnahme ist die Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit der Bewerbungs-Gesellschaft gewährleistet", sagte DOSB-Präsident Thomas Bach.

Der 68-jährige Bogner wird der Gesellschaft dennoch weiterhin verbunden bleiben. Die Gesellschafter wollen auch künftig auf seinen wertvollen Rat insbesondere im Bereich Marketing und Kommunikation setzen und werden ihn deshalb in den Aufsichtsrat wählen.

Der für die Bewerbung als Ein-Euro-Jobber tätige Modeunternehmer war zuletzt unter anderem in die Kritik geraten, weil er in einem Brief an die Gesellschafter der Bewerbung mit seinem Rücktritt gedroht hatte, falls das Budget nicht erhöht wird. Der Etat wurde daraufhin von 30 auf 33 Mill. Euro aufgestockt. Bogner findet seine zweifelhafte Vorgenhensweise auch jetzt noch richtig. "Ich bereue den Brief nicht. Er hat uns drei Millionen Euro mehr gebracht, das war gut. Wenn ich die restlichen Millionen mit einem Brief zusammen bekäme, dann würde ich noch einen schreiben", hatte der einstige deutsche Skirennfahrer und Filmemacher noch vor wenigen Tagen erklärt.

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