Nach 4:0 in Mannheim
Eisbären stehen dicht vor dem Titel

So dicht wie noch nie stehen die Eisbären Berlin vor ihrer ersten deutschen Eishockey-Meisterschaft. Nach einem 4:0-Sieg bei Adler Mannheim fehlt Ihnen nur noch ein Sieg. Das erste Spiel der maximal fünf Playoff-Finals hatten die Berliner in eigener Halle 5:3 gewonnen. Das nächste Spiel findet dementsprechend wieder in Berlin statt.

HB MANNHEIM. Schon am Dienstag (19.30 Uhr) kann der Nachfolge-Club des 15-maligen DDR SC-Meister Dynamo Berlin den ersten Triumph seit 1988 perfekt machen. Bei den DEL-Final-Niederlagen 1998 gegen Mannheim und 2004 gegen Frankfurt waren die Eisbären ohne Auswärtssieg geblieben.

Der fünfmalige Meister Mannheim, der in der ersten Partie durch mangelnde Disziplin einen 2:0-Vorsprung verspielt hatte, wirkte am Sonntag müde und ausgelaugt. Zwar starteten die Gastgeber vor 8200 Zuschauer im ausverkauften Friedrichspark besser in die Partie, doch nach vier Überzahltoren am Freitag brachte Denis Pederson (7.) die Berliner ebenfalls in Überzahl in Führung. Star-Torhüter Cristobal Huet sah bei dem Schuss durch die Beine nicht gut aus. Pederson hatte im Auftakt-Finale bereits zwei Mal getroffen. Nach seinem Doppel-Pack am Freitag schoss Eisbären-Kapitän Steve Walker (21./32.) auch in Mannheim zwei Tore. Shawn Heins (52.) nutzte eine 5:3-Überzahl nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe für Steve Kelly zum Endstand.

Die Gastgeber waren mit dem Ergebnis noch gut bedient, weil sich die Berliner aus einer starken Defensive heraus immer wieder Konterchancen erarbeiteten. Erik Cole (37.) traf ebenso nur das Torgestänge wie Pederson (42.). Vor Walkers Abstauber zum 0:2 lagen zwar ein Berliner und ein Mannheimer ganz nah auf dem Eis bei Schlussmann Huet, das Tor zählte jedoch nach Videobeweis. Beim 0:3 profitierte Walker vor seinem Solo von einem exakten Pass von Nationalspieler Stefan Ustorf. Adler-Verteidiger Francois Groleau kehrte just in diesem Moment von der Strafbank zurück.

Der gesperrte Mannheimer Stürmer Christoph Ullmann, der sich in Berlin einen Stockendenstoß geleistet hatte, bestritt Müdigkeit seiner Mannschaftskollegen nach dem Halbfinale gegen Frankfurt über die volle Distanz. "Eine Kraftfrage ist es auf keinen Fall", betonte Ullmann im TV-Sender "Premiere" und nannte den verpassten Sieg in Berlin als mögliche Ursache der fehlenden Frische.

Die Schützlinge von Trainer Stéphane Richer zeigten in einer langen Zeit fairen Partie zwar mehr Disziplin, doch zehn Minuten vor Ende gingen Kelly nicht zum ersten Mal in dieser Saison die Nerven durch. Nach einer Attacke gegen Alexander Barta erhielt Kelly zum zweiten Mal in den Playoffs und zum insgesamt vierten Mal in dieser Saison eine Spieldauerdisziplinarstrafe und fehlt damit am Dienstag.

Heins nutzte die Überzahl per Schlagschuss zum 0:4. Die Berliner standen ihrerseits in Unterzahl sehr gut, leisteten sich nur wenige Fouls und waren auch bei gleicher Spielerzahl besser. In dieser Form ist den Eisbären der Titel nicht mehr zu nehmen.

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