Nach Nein in Hamburg
Rom diskutiert mögliches Olympia-Referendum

„Nein“ in München, „Nein“ in Hamburg – und jetzt „Nein in Rom? Die Bürger Roms sollen sich in einem Referendum zu möglichen Olympischen Spielen in ihrer Stadt äußern. Dabei geht es nicht um das „Ob“ – sondern das „Wie“.

RomNach dem Nein der Hamburger zu einer Kandidatur für die Olympischen Spiele 2024 diskutiert auch die Bewerber-Stadt Rom über ein mögliches Referendum der Bevölkerung. „In Italien sind Referenden schwer umzusetzen. Aber wir wollen es den Römern erlauben, ihre Meinung zu der Bewerbung zu äußern“, sagte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (CONI), Giovanni Malagò, dem „Corriere della Sera“. Bei der Befragung solle es jedoch eher um das Wie der Spiele gehen, anstatt um ein Ja oder ein Nein zu einer Bewerbung.

Hamburgs Bürger hatten bei einem Referendum Ende November gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen Sommerspiele 2024 gestimmt. Neben der italienischen Hauptstadt Rom bewerben sich nun noch Los Angeles, Paris und Budapest um die Spiele. „Ich denke, wir wissen, wer die Hauptkonkurrenten sind, aber man sollte auch die anderen Bewerber nicht unterschätzen“, sagte Malagò der Zeitung. Die Entscheidung über die Ausrichterstadt fällt 2017 in Lima (Peru).

Das Budget möglicher Olympischer Spiele in Rom werde weit unter dem anderer Städte liegen, erklärte der CONI-Präsident. Rom profitiere davon, dass die nötige Infrastruktur bereits vorhanden sei. „Es wird höchstens bei acht bis zehn Milliarden Euro liegen“, erklärte er.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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