Nach nervenaufreibendem Sprungwettbewerb
Ackermann spurtet zu WM-Gold

Riesenparty in Oberstdorf: Die Kombinierer Ronny Ackermann aus Dermbach und Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt haben am Freitag bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf mit Gold und Silber die ersten Medaillen für Deutschland gewonnen. Der Titelverteidiger bei den Nordischen Kombinierern erwies sich auf den Punkt als topfit, das Glück des DSV-Teams vollkommen machte Kircheisen als umjubelter Zweiter. Dritter nach Springen und 15-km-Langlauf wurde der Österreicher Felix Gottwald.

HB OBERSTDORF. Ronny Ackermann küsste nach geglückter Titelverteidigung seine Ski, Björn Kircheisen vergoss als Zweiter Tränen des Glücks: Mit ihrem grandiosen Doppel-Triumph in der Einzel- Entscheidung haben Deutschlands Nordische Kombinierer WM-Geschichte geschrieben. "Das ist der verrückteste Tag in meinem Leben und der größte Erfolg in meiner Karriere. Diesen Tag werde ich niemals vergessen", sagte der von seinem Erfolg überwältigte Weltmeister.

Während sich das DSV-Duo im Ziel glücklich in die Arme fiel, stieß Bundestrainer Hermann Weinbuch einen nicht enden wollenden Jubelschrei aus. "Das ist einzigartig. Die beiden waren gigantisch. Das muss gefeiert werden, denn so etwas wird es nicht so schnell wieder geben", lobte Weinbuch seine Schützlinge für eine taktische Meisterleistung in der Loipe. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich freue mich tierisch", stammelte Vize-Weltmeister Kircheisen mit feuchten Augen.

Nach zwei Sprüngen und dem 15-km-Langlauf verwies Ackermann seinen Teamkollegen Kircheisen am Freitag im Spurt um 1,4 Sekunden auf Platz zwei. Dritter wurde der Österreicher Felix Gottwald (+ 3,2). "Es war ein fulminantes Rennen, bei dem es darauf ankam, bis zum Ende cool zu bleiben. Ich habe den Angriff bei der letzten Abfahrt mit den Technikern geplant. Danke an meine Skifirma. Wir haben das ganze Jahr wie die Schweine an den Ski gearbeitet", sagte Ackermann, der kurz vor dem Ziel aus der dritten Position heraus an Kircheisen und Gottwald vorbei geflogen war.

"Das war so abgesprochen. Wir hatten ihm mit auf den Weg gegeben, dass er vor der Abfahrt eine Lücke von fünf Meter auf den Spitzenreiter lassen sollte, um sich dann anzusaugen", berichtete Weinbuch. Auf der Zielgeraden machte Kircheisen den Doppelsieg perfekt. "Ich musste auf die Zähne beißen und bin über die Schmerzgrenze gegangen", sagte der 21-Jährige aus Johanngeorgenstadt, dem nach sechs WM-Siegen im Juniorenbereich endgültig der Durchbruch gelang. "Aber Beim letzten Anstieg wusste ich, dass ich eine Medaille gewinnen kann. Ich freue mich tierisch."

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