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Nadal ohne Mühe ins Stuttgarter Halbfinale

Rafael Nadal ist beim ATP-Turnier in Stuttgart in nur 70 Minuten ins Halbfinale gestürmt und hat den "Asche-Rekord" von Thomas Muster weiter im Blick. Dawydenko, Gaudio und Nieminen stehen auch im Semifinale.

Rafael Nadal scheint beim ATP-Turnier auf dem Stuttgarter Weissenhof auf dem Weg zu seinem achten Sandplatz-Titel der Saison kaum aufzuhalten. Der 19 Jahre alte French-Open-Sieger gewann sein Viertelfinale gegen den Tschechen Tomas Zib in nur 70 Minuten 6:2, 6:1 und feierte den 32. Erfolg auf der roten Asche in Serie. Noch besser war einst nur der Österreicher Thomas Muster, der zwischen Februar 1995 und Juni 1995 auf Sand insgesamt 40 Siege in Serie holte.

"Jetzt will ich natürlich auch den Mercedes und das Turnier gewinnen. Das Turnier in Stuttgart ist ein großes und renommiertes, aber im Halbfinale muss ich erstmal gegen Nieminen gewinnen, das wird schwer genug, auch wenn ich hier schon die ganze Woche sehr gutes Tennis spiele", meinte Nadal, der bis zu seinem 12. Lebensjahr sowohl die Vorhand als auch die Rückhand mit beiden Händen spielte. "Das habe ich ihm aber abgewöhnt", meinte sein Coach und Onkel Toni Nadal.

Nieminen wartet auf Nadal im Halbfinale

Im Halbfinale am Samstag trifft der spanische Linkshänder auf den Finnen Jarkko Nieminen, der sich gegen den Italiener Andreas Seppi 6:2, 6:3 durchsetzte. Im zweiten Semifinale muss sich der an Nummer zwei gesetzte Russe Nikolaj Dawydenko, im vergangenen Jahr Sieger der BMW-Open in München, mit Gaston Gaudio (Argentinien/Nr. 3) auseinandersetzen. Der French-Open-Champion von 2004 bezwang seinen Landsmann Mariano Zabaleta 6:4, 1:6, 6:2.

Dawydenko besiegte im Viertelfinale den Tschechen Tomas Berdych 6:4, 6:2. Berdych hatte im Achtelfinale Rainer Schüttler (Korbach) ausgeschaltet, war aber gegen den Weltranglistenfünften Dawydenko, Bezwinger von Mannschafts-Weltmeister Alexander Waske (Frankfurt), chancenlos. "Ich bin glücklich, wieder ins Halbfinale eingezogen zu sein, auch wenn ich mir am Anfang etwas schwer getan habe. Jetzt will ich natürlich ins Finale", sagte Dawydenko.

Nadal bekommt ein Lob vom Trainer

Leicht und locker setzte sich der im Schwabenland wie ein Popstar gefeierte Nadal gegen den Tschechen Zib durch. Gleich das erste Aufschlagspiel des Gegners durchbrach Nadal "zu Null", auch anschließend zeigte der Shooting-Star kaum Schwächen und jagte Zib über den Platz. Bereits nach 40 Minuten war der erste Satz beendet und die Moral von Zib gebrochen. "Ich habe das Match eigentlich von Beginn an kontrolliert. Ich bin zufrieden", meinte Nadal.

Nach insgesamt 70 Minuten verwandelte der Teenie-Schwarm unter dem Jubel vor allem der weiblichen Anhänger den zweiten Matchball zum Einzug in die Runde der letzten Vier. Im vergangenen Jahr war Nadal beim mit 615 000 Euro dotierten Turnier in Stuttgart noch im Viertelfinale an David Ferrer gescheitert.

Sein Trainer und Onkel zeigte sich anschließend angetan vom Auftritt seines Neffen und Schützlings: "Es läuft wirklich alles perfekt. Rafael nutzt seine Ruhepausen sehr gut und spielt hier wirklich stark."

© SID

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