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Nalbandian entscheidet Prestige-Duell

Mit drei Siegen im Psycho-Duell gegen Australien hat David Nalbandian das argentinische Tennis-Team praktisch im Alleingang ins Halbfinale des Daviscups gegen die Slowakei geführt.

dpa HAMBURG/SYDNEY. Mit drei Siegen im Psycho-Duell gegen Australien hat David Nalbandian das argentinische Tennis-Team praktisch im Alleingang ins Halbfinale des Daviscups gegen die Slowakei geführt.

In zweiten Vorschlussrundenspiel treffen vom 23. bis 25. September Russland und Kroatien aufeinander. Argentinien gewann in Sydney ebenso 4:1 wie die Slowakei in Bratislava gegen die Niederlande. Russland drehte einen 1:2-Rückstand gegen Frankreich noch zu einem 3:2-Erfolg um, Kroatien hatte sich daheim in Split bereits vor dem letzten Einzel mit dem 3:1 gegen Rumänien für die Runde der letzten vier qualifiziert.

„Es ist wunderbar, Australien hier und auf Rasen zu bezwingen. Wir wollen den Daviscup gewinnen und ich hoffe, dass wir es in diesem Jahr schaffen werden“, sagte der 23-Jährige nach dem 6:2, 6:4, 6:4- Erfolg gegen den Weltranglisten-Vierten Lleyton Hewitt in Sydney. Der Südamerikaner sorgte damit für die entscheidende 3:1-Führung und verdarb seinem Kontrahenten ein wenig die am Donnerstag anstehende Hochzeitsfeier mit der schwangeren australischen Schauspielerin Rebecca Cartwright.

„Ich glaube, Lleyton war ein bisschen nervös“, sagte Nalbandian nach seinem ersten Sieg im vierten Match gegen Hewitt. Nach einer Stunde und 54 Minuten verwandelte er im Olympia-Park von Sydney seinen dritten Matchball, sank auf die Knie und ließ sich von seinen Mitspielern feiern. „Das ist wirklich ein Erfolg für das ganze Team. Alle haben nur an Argentinien gedacht und nicht an sich selbst“, meinte Kapitän Alberto Mancini. Für den 4:1-Schlusspunkt sorgte Guillermo Coria mit einem 6:3, 7:6 (13:11) gegen Peter Luczak. Zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren erreichten die Argentinier die Vorschlussrunde.

Dort müssen die Südamerikaner im September in die Slowakei reisen. Der Deutschland-Bezwinger setzte sich in Bratislava gegen die Niederlande durch. Peter Wessels musste im dritten Einzel gegen Dominik Hrbaty beim Stande von 3:6, 1:6, 0:3 verletzt aufgeben. Die Slowaken lagen dadurch uneinholbar mit 3:1 in Führung. „Ich freue mich auf das Match gegen Argentinien. Wir sind stark genug, auch gegen die Argentinier zu gewinnen“, sagte Hrbaty.

Nikolaj Dawidenko mit einem 6:2, 4:6, 6:2, 6:1 über Richard Gasquet und Igor Andrejew mit 6:0, 6:2, 6:1 gegen Paul-Henri Mathieu sicherten Russland am dritten Tag mit klaren Siegen noch den Erfolg über Frankreich. In Split benötigte Ivan Ljubicic beim 6:3, 6:4, 6:3 gegen Andrei Pavel auch nur drei Sätze, um Kroatiens entscheidendes 3:1 gegen Rumänien herauszuspielen.

Mit einem umkämpften Viersatz-Erfolg gegen Wayne Arthurs hatte Nalbandian zunächst die australische 1:0-Führung ausgeglichen, die Hewitt in einem von verbalen Attacken begleiteten Match gegen Coria erzielt hatte. Die Argentinier monierten den schlechten Zustand des Rasens, Hewitt provozierte Coria mit „Come on“-Rufen und abfälligen Gesten. Nalbandian ließ sich von der hitzigen Atmosphäre nicht anstecken und gewann gemeinsam mit Mariano Puerta auch das Doppel gegen Arthurs/Hewitt.

Ohne den verletzten Mark Philippoussis und Urgestein Todd Woodbridge, der nach dem Doppel-Aus in der zweiten Runde von Wimbledon seinen Rücktritt erklärt hatte, waren die favorisierten Gastgeber am Ende chancenlos. „Die Argentinier haben alles richtig gemacht, sie waren körperlich sehr stark“, sagte Kapitän John Fitzgerald. Auch sein Starspieler Hewitt sah es ähnlich und wollte von einer Ablenkung durch die Hochzeitsvorbereitungen nichts wissen: „Wenn ich einmal auf dem Platz bin, konzentriere ich mich nur darauf. Ich hatte heute einfach keinen guten Tag.“

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