NBA-Finale
Zwei Riesen unter sich

Der Countdown läuft: In der Nacht zum Freitag steigt das erste Duell im Kampf um die Krone in der NBA. Dabei trifft Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks auf die Miami Heat um Superstar Shaquille O´Neal.

DALLAS. Holger Gschwindner ist ein seltsamer Kauz. Während sich auf den teuren Plätzen des American Airlines Center vornehmlich gut betuchte Schlipsträger tummeln, verfolgt Dirk Nowitzkis Privattrainer die Spiele seines Schützlings in Jeans und Flanellhemd. Der ehemalige Kapitän der deutschen Basketball Olympiamannschaft von 1972 ist nicht zum Spaß in Dallas. Geschwindners Auftrag: Nowitzkis Spiel zu perfektionieren. Und während die Experten sich in Nowitzki-Lobgesängen gegeseitig überbieten, sagt Geschwindner: „Dirk ist noch lange nicht perfekt. Das Beste kommt noch.“ In Anbetracht der Tatsache, dass Nowitzki die Dallas Mavericks durch seine Heldentaten zum ersten Mal in der 26-jährigen Vereinsgeschichte in die NBA-Finals führte, darf diese Einschätzung als seltsam bezeichnet werden.

Dass heute Nacht das erste Spiel der „best of seven“-Finalserie gegen die Miami Heat in Dallas stattfindet, liegt vor allem am deutschen Nationalspieler. Als die Mavericks den amtierenden Champion San Antonio ausschalteten, war es Nowitzki, der Sekunden vor dem Ende der entscheidenden Partie mit drei Punkten für die Verlängerung und auch den Sieg sorgte. Im fünften Western-Conference-Finale gegen Phoenix brach er sogar einen Klubrekord: Noch nie hatte ein Dallas-Spieler 50 Punkte in einem Playoff-Spiel erzielt. 28,4 Punkte erzielte er im Durchschnitt in den Playoffs. In seiner achten NBA-Saison ist Nowitzki so gut, dass keiner ihn ausschalten kann. „Er ist wie Shaq, niemand kann ihn stoppen“, sagt Miamis Ex-Trainer Stan Van Gundy und beschreibt kurz und knapp die Essenz der diesjährigen NBA-Finals. Das Duell zwischen Shaquille O´Neal und Dirk Nowitzki.

O`Neal ist es, der den Texanern am meisten Sorge bereitet. „Alles beginnt mit Shaq“, sagt Jerry Stackhouse. „Wir wissen dass wir ihn nicht stoppen können“, sagt der Flügelspieler. So steht der 34-jährige O`Neal in seiner 14. NBA-Saison bereits zum sechsten Mal im Finale. Von 2000 bis 2002 gewann der 140-Kilo-Koloss mit den Los Angeles Lakers drei Titel in Folge. Und als der Diesel, wie sie O`Neal auch nennen, vergangenes Jahr in Miami unterschrieb, ließ er keinen Zweifel daran, dass er den Meistertitel auch nach Florida holen werde. Zwar scheiterte das Vorhaben in der letzten Saison bereits im Conference-Halbfinale, seine Dominanz ist jedoch ungebrochen, besonders im Vergleich mit Dallas. Addiert man alle Partien (36) zusammen, die O`Neal gegen die Mavericks bestritt, kommt er auf durchschnittlich 29,2 Punkte und zwölf Rebounds. Kein anderer Spieler bereitete den Texaner immer wieder so viel Ärger.

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