NBA-Saisonauftakt

Der Siegeszug des Silicon Valley

In den USA beginnt in der Nacht auf Mittwoch die Basketballsaison der NBA. Favorit sind die Golden State Warriors – dank Start-up-Kultur und zweier Superstars. Hinter dem Erfolg stecken Macher aus dem Silicon Valley.
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Auf Stephen Curry und den Golden State Warriors liegen große Erwartungen. Auch, weil sich das Team mit Superstar Kevin Durant verstärkt hat. Quelle: AFP
Im Rampenlicht

Auf Stephen Curry und den Golden State Warriors liegen große Erwartungen. Auch, weil sich das Team mit Superstar Kevin Durant verstärkt hat.

(Foto: AFP)

San Francisco, DüsseldorfEs ist der Tag, auf den Millionen Fans gewartet haben. Am frühen Mittwochmorgen, gegen 1:30 Uhr deutscher Zeit, beginnt die Saison der nordamerikanischen Basketballliga NBA. Das erste Spiel gebührt dem Meister, den Cleveland Cavaliers um ihren Superstar Lebron James. Ein paar Stündchen später greift der Finalgegner ein, die Golden State Warriors. Die haben es in der Sommerpause geschafft, durch eine spektakuläre Verpflichtung allen anderen die Show zu stehlen und zum Titelfavoriten zu werden.  

Denn wenn die Warriors in der Oracle Arena im kalifornischen Oakland gegen die San Antonio Spurs antreten, steht in ihren Reihen erstmals Kevin Durant auf dem Platz. 28 Jahre alt, 27,3 Punkte im Karriereschnitt, 2014 wertvollster Spieler der Liga, zweifacher olympischer Goldmedaillengewinner – der Klub lässt sich Durants Dienste 54 Millionen Dollar für zwei Jahre kosten.

Das Team, gemanagt im Stil des Silicon Valley und im Besitz eines Venture-Kapitalisten, gilt nach der Verpflichtung Durants von den Oklahoma City Thunder als fast unbesiegbar. Es ist eine logische Schlussfolgerung, da der Meister von 2015 schon in den Vorjahren kaum zu bezwingen war.

Durant wird im Team mit den Superstars Stephen Curry und Klay Thompson nach Meinung aller Experten die beste Offensive der Liga bilden. Natürlich geht es auch um Team-Chemie und es gibt viele Beispiele in der Liga-Geschichte, in denen stark besetzte Mannschaften kläglich an den eigenen Ansprüchen scheiterten. Doch in Oakland, in der Bay-Area direkt zwischen San Francisco und dem nahe Silicon Valley gelegen, treffen gleich mehrere Faktoren aufeinander, die für den Erfolg sprechen.

Gefährlich werden könnte den Warriors der aktuelle Meister Cleveland Cavaliers um den Ausnahmespieler Lebron James. Sie waren im vergangenen Jahr zwar nicht als Favoriten, sondern als Außenseiter ins Rennen gegangen, aber sie deshalb diesmal als chancenlos abzustempeln, wäre verfrüht.

Doch nur den Warriors wird ein Durchmarsch zugetraut. Mehrheitseigner ist Joe Lacob, Partner bei Kleiner Perkins Caufield & Byers, einer der renommiertesten und erfolgreichsten Venture-Capital-Firmen aus dem Valley.

Warriors jagen Titelverteidiger James
Wer sind die Titelfavoriten?
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Klarer Favorit sind in diesem Jahr die Golden State Warriors um ihren Superstar Stephen Curry (l.). Das Team von der Westküste stellte in der Vorsaison bereits einen Rekord mit 73 gewonnenen Spielen auf und verlor erst im siebten Finale gegen Cleveland und James. Im Sommer verstärkten sich die Warriors zudem mit Kevin Durant, der die NBA in vier Spielzeiten als bester Werfer der Liga anführte.

Wer sind die Titelfavoriten?
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Als größter Herausforderer gilt Titelverteidiger Cleveland. Angeführt von James (r.) als wertvollstem Spieler der vergangenen Finalserie werden die Cavs als deutlich bestes Team des Ostens gesehen. Zuletzt hieß das Finale zweimal Golden State gegen Cleveland. Eine Umfrage ergab laut „ESPN“, dass 29 von 30 NBA-Managern ein drittes Endspiel-Duell zwischen den beiden Schwergewichten erwarten. 69 Prozent der Manager sehen die Warriors als Meister, 31 Prozent die Cavaliers.

Wer sind die Titelfavoriten?
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Als weiterer Kandidat sind die San Antonio Spurs zu nennen, die sich im Sommer mit dem Spanier Pau Gasol verstärkt haben.

Wer sind die Superstars?
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Neben den genannten James, Curry und Durant vor allem Russell Westbrook (Foto), der bei den Buchmachern sogar als Favorit für den Award des Most Valuable Player (MVP) gehandelt wird. Westbrook spielte in Oklahoma City jahrelang mit Durant zusammen und trägt nun das Spiel bei den Thunder fast alleine. In den vergangenen beiden Jahren wurde jeweils Curry zum wertvollsten Spieler der regulären Saison gekürt.

Wer sind die Deutschen und wie sind ihre Chancen?
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Dirk Nowitzki geht in seine 19. Saison bei den Dallas Mavericks. Er liebäugelt mit einem Abschied im Sommer 2018. „Das Karriereende naht. Der Plan ist aber, dass ich meinen Zweijahresvertrag auf jeden Fall erfülle“, sagte der Würzburger jüngst der „Sport Bild“.

Wer sind die Deutschen und wie sind ihre Chancen?
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Dennis Schröder (r.) wird bei den Atlanta Hawks nach dem Abgang von Konkurrent Jeff Teague erstmals in die Startformation rücken.

Wer sind die Deutschen und wie sind ihre Chancen?
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Neu in der Liga ist Paul Zipser, der von den Chicago Bulls gedraftet wurde.

Die Warriors sind weder das erste noch das letzte NBA-Team, das sich die neue High-Tech-Elite von der Westküste unter den Nagel gerissen hat. 2002 kaufte Wyc Grousbeck von Highland Capital Partner die Boston Celtics. Zu seiner Investorengruppe gehörte damals auch schon Lacob. Die Detroit Pistons, Milwaukee Bucks, Philadelphia 76ers und die Atlanta Hawks, mit dem deutschen Spielmacher Dennis Schröder, gehören ebenfalls High-Tech-Investoren.

Lohnender Deal für die Valley-Investoren
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