NBA-Streik droht
Nowitzki-Engagement in Europa rückt näher

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen NBA-Klubs und Spielern ist gescheitert. Selbst der Liga-Boss rechnet mit einem Streik. Das könnte zahlreiche NBA-Stars nach Europa spülen - allen voran Dirk Nowitzki.
  • 0

New York/DüsseldorfIm Arbeitskampf zwischen der Nordamerika-Liga NBA und den Basketball-Profis um Dirk Nowitzki ist weiter keine Einigung in Sicht. Die ersten Verhandlungen seit der Aussperrung der Spieler vor einem Monat brachten am Montag (Ortszeit) keine Fortschritte. Damit ist weiter fraglich, ob die Saison wie geplant in drei Monaten beginnen kann.

Liga-Chef David Stern äußerte sich nach den dreistündigen Gesprächen in New York skeptisch. „Ich bin nicht optimistisch“, sagte Stern auf die Frage, ob beim Streit um die Aufteilung der Einnahmen von 4,3 Milliarden Dollar eine Lösung in Sicht sei. Gewerkschaftschef Derek Fisher meinte: „Uns ist klar, dass wir noch sehr weit auseinander sind. Aber ohne Treffen würde es überhaupt keinen Fortschritt geben.“ Der Aufbauspieler der Los Angeles Lakers fügte hinzu, es gebe keine neuen Vorschläge, er halte weitere Zusammenkünfte im August aber für möglich.

Spannend ist die Frage, was passiert, wenn sich die Parteien nicht rechtzeitig annähern können. „In meinem Alter kann ich nicht ein Jahr rumsitzen und dann wieder anfangen zu spielen“, erklärte Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki, immerhin zur Zeit der weltbeste Spieler. Als Alternative werden immer wieder die europäischen Ligen genannt. Hier läuft der Spielbetrieb, wenngleich auch nicht die Gehälter bezahlt werden können, die die Stars aus der NBA gewohnt sind – natürlich mit Ausnahmen.

So ködert Besiktas Istanbul mit stattlichen Summen die US-Spieler, Nationalspieler Delron Williams konnten sie so bereits an Land ziehen. Kobe Bryant könnte folgen, doch stockten die Verhandlungen zuletzt. Bryant spricht allerdings aus, was viele Spieler denken: „Ich spiele überall.“ Gelähmt ist durch den Tarifstreit auch der Transfermarkt. Gerade für die Dallas Mavericks ist das kritisch, da gleich bei mehreren Schlüsselspielern der Meistersaison die Verträge auslaufen.

Dirk Nowitzki hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass ihm finanzielle Belange nur peripher tangieren. Für seinen Traum vom NBA-Titel verzichtete er bei seiner Vertragsverlängerung mit den Dallas Mavericks auf etliche Millionen, um das Team zu stärken. Für ihn zählt der Sport – der ausschlaggebende Punkt, warum der 33-jährige sich entschieden hat, für Deutschland bei der Europameisterschaft zu spielen. Über das Turnier soll die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in London geschafft werden. Für Nowitzki ist die zweite Olympia-Teilnahme ein großer Ansporn.

Seite 1:

Nowitzki-Engagement in Europa rückt näher

Seite 2:

Wo landet Nowitzki?

Kommentare zu " NBA-Streik droht: Nowitzki-Engagement in Europa rückt näher"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%