Negativer Dopingtest
Sachenbacher-Stehle endgültig entlastet

Der Dopingtest bei Evi Sachenbacher-Stehle hat einen negativen Befund ergeben. Wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes hatte sich die Langläuferin einem Dopingtest unterziehen müssen und war für fünf Tage gesperrt worden.

TURIN. Wie erwartet kann Staffel-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) unbelastet in die weiteren olympischen Skilanglaufrennen geben. Wie Bundestrainer Jochen Behle in der ARD erklärte, seien alle Dopingproben negativ ausgefallen.

Vor Beginn der Winterspiele im Piemont war die 25-jährige Sachenbacher-Stehle auf Grund eines erhöhten Hämoglobin-Wertes mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden. Danach wurde eine Dopingprobe bei Sachenbacher-Stehle entnommen. Nachdem sie bei einer erneuten Blutuntersuchung unter dem kritischen Hämoglobin-Wert von 16,0 geblieben war, konnte die Staffel-Olympiasiegerin von Salt Lake City bei den Winterspielen in Turin an den Start gehen.

Pound will erhöhte Hämoglobinwerte als Doping titulieren

Richard Pound, Chef der Welt-Antidoping-Agentur Wada, hatte zuletzt im ZDF erklärt, dass möglicherweise künftig erhöhte Hämoglobinwerte im Blut als Dopingfälle gewertet werden sollten. "Vielleicht sollten wir sie nicht mehr als reine Gesundheitsfrage betrachten", sagte der Kanadier. Pounds Erklärung stellt den Welt-Antidoping-Code auf den Kopf. Dieser sieht klar vor, dass nur der Nachweis unerlaubter Substanzen zu ahnden ist. Erhöhte Hämoglobinwerte können dagegen auch natürliche Ursachen haben.

© SID

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