Neue Marathon-Majors-Serie
Marathon-Monumental in Boston

Das Experiment ist gelungen. Besser hätte die neu gegründete Marathon-Majors-Serie für die Macher kaum beginnen können.

HB BOSTON. Robert Cheruiyot (Kenia) stellte beim 110. Boston-Marathon mit 2:07:14 Stunden einen Streckenrekord auf, mehr als 500 000 Zuschauer sorgten am Ostermontag für Festtagsstimmung, und selbst die TV- Einschaltquoten waren nach ersten Angaben im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent gestiegen. „Das war ein Riesenschritt nicht nur für den Boston Marathon, sondern für den gesamten Sport“, sagte Renndirektor Guy Morse. Zudem konnte er mit 22 517 Läufern aus 94 Ländern das bislang zweitgrößte Teilnehmerfeld in Boston vermelden.

Am Ende des gelungenen Spektakels hörte man fast schon traditionell in Boston Kenias Nationalhymne. Zum 14. Mal seit 1991 triumphierte ein Läufer aus diesem Land. Dass Kenias Rita Jeptoo bei ihrem Boston-Debüt mit persönlicher Bestzeit (2:23:38) auch noch die Frauen-Konkurrenz gewann, passte ins Bild. Beide Gewinner kassierten 100 000 Dollar Siegprämie, Cheruiyot sogar noch 25 000 Dollar mehr für die neue Bestmarke. Erst auf den letzten Metern realisierte der 27-Jährige, dass er den zwölf Jahre alten Streckenrekord seines Landsmannes Cosmas Ndeti (2:07:15) unterbieten konnte. Sein zweiter Sieg in Boston nach 2003 stand zu diesem Zeitpunkt längst fest.

„Ich dachte eigentlich, dass ich langsamer werden würde, stattdessen konnte ich noch mal zulegen“, sagte Cheruiyot. Seine Taktik war perfekt aufgegangen. Wie mit seinem Trainer, dem Weltrekordler Paul Tergat, besprochen, hielt er sich zurück, überließ Landsmann Benjamin Maiyo die Führungsarbeit, griff dann am legendären Heartbreak Hill an und zog nach 34 km davon. Maiyo (2:08:21) wurde mit Platz zwei belohnt, der amerikanische Olympia-Zweite Bob Keflezighi (2:09:56) wurde Dritter. Vorjahressieger Hailu Negussie (Äthiopien) gab nach der Hälfte des Rennens mit Magenproblemen auf.

„Wir haben alles richtig gemacht. Das ist doch offensichtlich. Das war monumental und eine tolle Vorspeise auf den Rest dieser Marathon- Serie“, sagte Mary Wittenberg, Chefin des New York Marathons. Die exklusiv vermarktete Welt-Tour mit einem Jackpot von einer Million Dollar für den Sieger wird am Sonntag mit einem Weltklasse-Feld in London fortgesetzt, bevor im Herbst die Läufe in Berlin (24. September), Chicago (22. Oktober) und New York (5. November) folgen.

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