Neue Taktik der Topteams: Gemeinsame Attacke
Allianz gegen Armstrong

Alleine kann man ihn nicht besiegen. Das haben die Profimannschaften in den vergangenen sechs Jahren gelernt, als Lance Armstrong sie in den entscheidenden Momenten der Tour de France immer wieder abhängte. Die Topteams setzen deshalb auf Teamwork.

BERLIN. Alleine kann man ihn nicht besiegen. Das haben die Profimannschaften in den vergangenen sechs Jahren gelernt, als Lance Armstrong sie in den entscheidenden Momenten der Tour de France immer wieder abhängte. Alleine hieß, dass es in den meisten Teams nur einen Fahrer gab, dem ein Platz auf dem Podium in Paris oder sogar der Gesamtsieg zugetraut wurde und der entsprechend von seiner Mannschaft unterstützt wurde. Doch diese Fahrer bekamen nur selten die Chance, Armstrong anzugreifen, weil der auch bei den schwierigsten Bergetappen bis wenige Kilometer vor dem Ziel meist noch einen Helfer bei sich hatte und so Kraft sparen konnte. Alle hofften darauf, dass Armstrong eine unverhoffte Schwäche zeigte, aber dazu kam es nie. Er kontrollierte seine Herausforderer auch deshalb, weil sein Team mit den vielen starken Helfern zuvor das Feld beherrschte.

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In diesem Jahr, bei Armstrongs letzter Tour, wollen die Spitzenmannschaften aber nicht mehr nur hoffen, sie wollen angreifen und Discovery Channel, die Mannschaft des Favoriten, frühzeitig unter Druck setzen. Die Teams haben, jedes für sich, ihre Taktik geändert. In der Summe ergibt das eine unabgesprochene, aber starke Allianz gegen Lance Armstrong.

"Wir können nicht alle Attacken abwehren", sagte ein enttäuschter Lance Armstrong nach der nur mittelschweren Etappe am Samstag, bei der er am letzten Anstieg ohne Helfer zwischen 30 anderen Fahrern isoliert war. Von T-Mobile hatten mit Alexander Winokurow und Alexander Klöden gleich zwei Fahrer angegriffen. "Ich bin im roten Bereich gefahren und habe heute gelitten", sagte Armstrong. Der Amerikaner konzentrierte sich auf Jan Ullrich und Winokurow, dessen Angriffe er konterte. Dem Antritt von Andreas Klöden setzte er nicht mehr nach.

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