Neureuther riskiert im ersten Lauf zu viel: Außenseiter liegen im Riesenslalom vorn

Neureuther riskiert im ersten Lauf zu viel
Außenseiter liegen im Riesenslalom vorn

Francois Bourque hat überraschend die Führung nach dem ersten Lauf übernommen. Österreichs Superstar Hermann Maier zeigte sich in seinem wohl letzten Olympia-Rennen unerwartet zurückhaltend. Für Christian Neureuther ist das Rennen derweil schon gelaufen.

HB TURIN. Francois Bourque hat beim olympischen Riesenslalom überraschend die Führung nach dem ersten Lauf übernommen. Der Kanadier benötigte am Montag in Sestriere 1:16,61 Minuten. Zweiter ist ebenso unerwartet der Franzose Joel Chenal mit einem Rückstand von 0,19 Sekunden. Gemeinsam auf Rang drei liegen Weltmeister Hermann Maier aus Österreich und der Schwede Fredrik Nyberg in je 1:16,83 Minuten. Felix Neureuther, einziger deutscher Starter, schied bei seinem Olympia-Debüt nach gut 50 Sekunden Fahrzeit aus.

"Ich habe vielleicht einen Tick zu viel riskiert. Aber es ist Olympia, und da will man nicht unter die 30 kommen, sondern richtig vorne reinfahren. Vielleicht hätte ich eine etwas rundere Linie wählen sollen. Ich habe alles probiert", sagte Neureuther. Im Slalom am Samstag rechnet sich der 21-Jährige bessere Chancen aus.

Mit Bourque und Chenal auf den ersten beiden Plätzen zur Renn- Halbzeit setzte sich bei den Winterspielen die Serie unerwarteter Resultate fort. "Ich fühle mich gut. Ich werde alles geben, mal sehen, was herauskommt", sagte Bourque. In seiner Karriere hat der 21-Jährige erst zwei dritte Plätze im Weltcup aufzuweisen. Chenal versprach für den für 13.45 Uhr angesetzten zweiten Durchgang eine weitere aggressive Fahrt. "Die Saison war bislang eine Katastrophe. Ich bin hungrig und motiviert."

Österreichs Superstar Hermann Maier zeigte sich in seinem wohl letzten Olympia-Rennen unerwartet zurückhaltend. "Im unteren Teil hab ich den Mut verloren. Ich traue mich nicht mehr so wie früher", sagte der Super-G-Zweite. Dennoch hat der 33-Jährige sein drittes Gold noch nicht abgeschrieben. "Vielleicht ist die Ausgangsposition so sogar besser", sagte er.

Mit einer Enttäuschung endete der erste Lauf für die Mitfavoriten aus den USA. Bode Miller rangiert mit 0,97 Sekunden Rückstand nur auf Platz zwölf. Daron Rahlves schied ebenso aus wie Kombinations- Olympiasieger Ted Ligety, der bis zu seinem Ausrutscher immerhin mit Zwischenbestzeit unterwegs gewesen war.

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