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Neuville und Baumann vor Comeback in DFB-Elf

Oliver Neuville und Frank Baumann stehen vor einem Comeback, Sebastian Deisler dagegen muss noch auf seine Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft warten.

dpa BERLIN. Oliver Neuville und Frank Baumann stehen vor einem Comeback, Sebastian Deisler dagegen muss noch auf seine Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft warten.

Für das Länderspiel am 26. März in Slowenien verzichtet Bundestrainer Jürgen Klinsmann auf den Münchner Profi, obwohl sich Deisler selbst für die Partie am Ostersamstag in Celje wieder bereit gemeldet hatte. Die Verantwortlichen des FC Bayern sprachen sich dagegen für eine längere Auswahl-Pause des 25-jährigen aus.

Auch die "Alt-Kräfte" Dietmar Hamann und Markus Babbel bleiben bei Klinsmann in der Warteschleife. Zwar wird der Bundestrainer den letzten Test vor der Nominierung für den Confederations Cup im Juni für einige Experimente nutzen, die Namen Hamann und Babbel tauchen aber im 19-köpfigen Aufgebot nicht auf. Die Ex-Nationalspieler reisen am 21. März nur zu einem Fitness-Test mit einer Gruppe von 33 Spielern in Frankfurt/Main an, die gerade geweckten Hoffnungen auf eine Teilnahme an der WM-Generalprobe sind dagegen schnell gesunken. Deisler bleibt aber eine heiße Option.

Neuville und Baumann dürfen sich wieder größere Chancen auf eine Teilnahme am Confederations Cup ausrechnen. "Seine Stärken liegen in Eins-gegen-Eins-Situationen und in seiner Schnelligkeit, die in unserer Spielweise eine große Rolle spielt", begründete Klinsmann die Rückholaktion von Neuville, die eigentlich schon für das Spiel gegen Argentinien (2:2) geplant, aber an einer Verletzung gescheitert war. Der 31-jährige Stürmer von Borussia Mönchengladbach hatte zuletzt im April 2004 in Rumänien (1:5) im DFB-Team gestanden. Baumann war im ersten Spiel unter Klinsmann im August des Vorjahres in Österreich (3:1) zu einem letzten Kurzeinsatz gekommen. Auch sein Bremer Kollege Tim Borowski ist wieder dabei.

Der Bundestrainer gönnt dafür den drei Stammkräften Christian Wörns (Dortmund), Fabian Ernst (Bremen) und Gerald Asamoah (Schalke) eine "schöpferische Pause", ließ aber an ihrer Position keine Zweifel: "Alle Drei spielen in unseren Planungen eine große Rolle und gelten als gesetzt." Dagegen sortierte Klinsmann den Leverkusener Paul Freier vorläufig aus: "Er hat ein unglaubliches Potenzial, das er bei uns allerdings bisher noch nicht so abgerufen hat wie im Verein." Ohne Chance auf einen Aufstieg im DFB-Team sind derzeit auch Thomas Brdaric (Wolfsburg), Sebastian Kehl (Dortmund), Frank Fahrenhorst (Bremen) und Marco Engelhardt (Kaiserslautern). Christian Pander (Schalke) und Moritz Volz (FC Fulham) spielen in der "U 21".

Die zuletzt gegen Argentinien wegen Verletzungen fehlenden Michael Ballack (FC Bayern), Robert Huth (FC Chelsea) und Lukas Podolski (Köln) kehren ins A-Team zurück. Vor allem für den jungen Verteidiger Huth, beim Londoner Starverein nur Ergänzungsspieler und auch im Nationalteam zuletzt durch viele Verletzungen gebremst, ist das erste Länderspiel einer DFB-Elf gegen Slowenien eine neue Chance. "Robert ist in hervorragender Verfassung, auch wenn er auf Grund der enormen Konkurrenz-Situation beim FC Chelsea leider nicht auf die gewünschten Einsätze kommt", erklärte Klinsmann. Er stehe wegen Huths Perspektiven mit Chelsea-Coach José Mourinho in Kontakt. Beim jüngsten 1:0 gegen West Bromwich Albion bot Huth über 90 Minuten eine überzeugende Partie.

Bereits am 21. März versammelt Klinsmann seinen Kader zu einem zweitägigen Fitness-Test mit insgesamt 33 Spielern. Wie bereits im vergangenen September in Berlin werden sich die WM-Kandidaten unter Aufsicht von US-amerikanischen Experten verschiedenen Leistungskontrollen stellen. Zwölf Spieler werden 48 Stunden später wieder das Quartier der DFB-Mannschaft verlassen, zwei gehen zur "U21", die anderen fliegen zwei Tage später nach Slowenien.

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