Niederlage für deutsches Davis-Cup-Team
Siege von Haas und Schüttler bloß Ergebniskosmetik

Anlass zu grenzenlosen Jubel bot Tommy Haas Sieg im abschließenden Match im Daviscup gegen Frankreich gegen Doppelspieler Michael Llodra (6:3, 6:3) nicht. Schließlich war der Erfolg wie schon zuvor der Sieg Rainer Schüttlers über Arnaud Clement (6:4, 6:3) nur noch Ergebniskosmetik. Deutschland unterlag den Franzosen damit insgesamt mit 2:3. Trotz der Bedeutungslosigkeit verfolgten am Sonntag im westfälischen Halle noch 7 300 Zuschauer die Partien. Insgesamt kamen 24 400 Tennisfans an den drei Tagen ins überdachte Gerry-Weber-Stadion.

Haas sollte eigentlich am Sonntag frei bekommen, weil er auch am Samstag im Doppel im Einsatz war. Durch die Verletzung von Nicolas Kiefer musste der gebürtige Hamburger aber zum dritten Mal antreten. Kiefer konnte wegen einer Bänderverletzung im linken Knöchel nicht spielen und wird sich am Montag in Hannover einer Kernspin-Tomographie unterziehen. Halles Turnierdirektor Ralf Weber und Kapitän Patrik Kühnen hatten ihn wegen der Zuschauer und der TV-Übertragung im DSF eindringlich um seinen Einsatz gebeten. Der 27-Jährige lieferte in dem auf zwei Gewinnsätze verkürzten Match eine solide Leistung ohne zu glänzen und feierte seinen 16. Einzelsieg im 21. Daviscup-Match.

Zuvor war Rainer Schüttler am Sonntag schon kurzfristig für den verletzen Kiefer eingesprungen und hatte im bedeutungslosen Einzel der Ersatzleute Arnaud Clement in 70 Minuten mit 6:4, 6:3 bezwungen. Der 29-jährige Korbacher gewann damit sein neuntes Einzelmatch für das deutsche Team bei sechs Niederlagen. Clement, der am Samstag noch im Doppel im Einsatz war, vertrat den französischen Spitzenspieler Richard Gasquet.

Die Franzosen treffen im Viertelfinale nun im April auf Russland. Deutschland kämpft in der Relegation vom 22. bis 24. September gegen einen noch unbekannten Gegner um den Klassenerhalt.

© SID

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