Niederlage in hochklassigem Match
Haas im Halbfinale gescheitert

Thomas Haas hat den Weg ins Finale des ATP-Turniers in München nicht gefunden. Der Deutsche scheiterte in einem hochklassigen Halbfinale an einem Rumänen.

HB BERLIN. Tennisprofi Thomas Haas hat beim Münchner ATP-Turnier den Einzug ins Endspiel verpasst. Der 27-Jährige unterlag am Samstag im Halbfinale dem Rumänen Andrei Pavel in 2:47 Stunden mit 4:6, 7:6 (7:2), 4:6 und konnte sich somit nicht wie zuletzt im Jahr 2000 für das Finale der Internationalen Bayerischen Meisterschaften qualifizieren.

Thomas Haas kämpfte fast drei Stunden und musste den Traum vom Turniersieg in München schließlich doch begraben. Als letzter Deutscher gewann Michael Stich 1994 die Internationalen Bayerischen Meisterschaften. «Es ist sehr schwierig zu akzeptieren, dass ich als Verlierer vom Platz gehe nach so einem hochklassigen Match mit so vielen Höhen und Tiefen», sagte der an Nummer vier gesetzte Haas.

Während sich Haas mit einem Preisgeld von 15.300 Euro trösten musste, steht Pavel zum zweiten Mal nach 1999 im Finale des Sandplatz-Turniers. Dort trifft der 31-Jährige am Sonntag auf den Sieger der Partie zwischen dem topgesetzten Argentinier David Nalbandian und dem finnischen Qualifikanten Jarkko Nieminen. «Es war ein verrücktes Spiel ich weiß gar nicht wie ich gewonnen habe. Am Schluss konnte ich fast nicht mehr», gestand Pavel.

Nach seinen überzeugenden Auftritten in den ersten drei Runden erwischte Haas auch gegen den seit Jahren in Ostwestfalen lebenden Pavel einen hervorragenden Start. Die ersten acht Punkte gingen an den in Florida lebenden Hamburger, doch dann kam der große Bruch. Zahlreiche eigene Rückhandfehler und von Pavel geschickt eingesetzte Stoppbälle raubten Haas die Nerven. Nach 47 Minuten war der erste Satz zu Gunsten Pavels, dem 38. der Weltrangliste, entschieden.

Auch im zweiten Satz fand Haas zunächst kein Mittel gegen das konstante Spiel seines Gegners. Aus Wut warf er nach Pavels Break zum 1:3 seinen Schläger auf den roten Sand. Als Pavel schon wie der sichere Sieger aussah, kämpfte sich Haas aber ins Spiel zurück und holte sich nach Abwehr eines Matchballs den zweiten Satz.

Im dritten Durchgang wurde die Partie dramatisch. Pavel führte schnell 4:0, doch dem Rumänen schwanden sichtlich die Kräfte. Haas bekam den entscheidenden Punkt zum 2:5 abgezogen, weil er seinen Schläger zertrümmert hatte, kämpfte sich aber erneut heran und schlich nach 2:47 Stunden doch als Verlierer vom Platz. «Manchmal spielen meine Gedanken etwas verrückt. Das ist eine Sache, daran muss ich arbeiten», sagte Haas.

Trotz des Scheiterns war Haas mit seiner Turnierwoche in der Heimat nicht gänzlich unzufrieden. Erstmals seit seinem Sieg in Stuttgart 2001 und nach seiner erst im Vorjahr ausgestandenen Schulterblessur hatte er bei einem Turnier in Deutschland wieder das Halbfinale erreicht. In München hatte er bislang nur vor fünf Jahren das Viertelfinale überstanden. Im Finale dann aber gegen den Argentinier Franco Squillari den Kürzeren gezogen. Gegen den gleichen Kontrahenten war auch Pavel bei seiner Endspielteilnahme 1999 unterlegen gewesen.

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