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Noguchi gewinnt Berlin-Marathon vor Zaituc

Die japanische Olympiasiegerin Mizuki Noguchi hat den Berlin-Marathon gewonnen. Dem zweiten Platz sicherte sich die Braunschweigerin Luminita Zaituc vor der 21-Jährigen Asale Tafa aus Äthiopien.

Zum sechsten Mal in Folge hat mit Olympiasiegerin Mizuki Noguchi eine Japanerin den Berlin-Marathon gewonnen. Die 27-Jährige erreichte das Ziel kurz hinter dem Brandenburger Tor in der Asienrekordzeit von 2:19:12 Stunden und feierte beim fünften Marathonstart ihrer Karriere den vierten Sieg.

Auch die EM-Zweite Luminita Zaituc lag lange auf Bestzeit-Kurs. Doch zwei Kilometer vor dem Ziel musste die 36 Jahre alte Braunschweigerin wegen eines Krampfes stehen bleiben und erreichte das Ziel als Zweite nach 2:27:34 Stunden. "Manchmal kommt es härter, als man erwartet", sagte Zaituc. "Es war schwer, nach den Stopps immer wieder meinen Rhythmus zu finden."

Zaituc feiert beste deutsche Platzierung seit 1995

Ihr zweiter Platz geriet trotzdem nicht mehr in Gefahr. 100 Meter vor dem Ziel konnte die Sechste des New-York-Marathons dem Publikum erleichtert zuwinken und die beste Platzierung einer deutschen Läuferin in Berlin seit dem Sieg von Uta Pippig 1995 feiern. Dritte wurde die erst 21-jährige Asale Tafa aus Äthiopien (2:28:28).

Zaituc, die verletzungsbedingt auf eine Teilnahme an der WM im August in Helsinki verzichtet hatte, war indes nie in Reichweite des Sieges gekommen. Den hatte von Beginn an Olympiasiegerin Noguchi im Visier. Die 27-Jährige liegt nun in der ewigen Weltbestenliste auf Platz drei hinter Rekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien) und Catherine Ndereba (Kenia). "Unter den Bedingungen bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Mehr war nicht drin."

Manyim siegt Männer-Rennen

Zuvor hatte der Kenianer Philip Manyim das Männer-Rennen gewonnen und damit die Siegesserie der Läufer aus Ostafrika um ein weiteres Jahr verlängert. Der 27-Jährige war der siebte kenianische Gewinner seit 1999. Er verwies in 2:07:41 Stunden seine Landsleute Peter Chebet (2:08:58) und Jackson Koech (2:09:07) auf die Plätze.

47 500 Euro nahm der Männer-Sieger mit nach Kenia. Darauf angesprochen, liefen dem 27-Jährigen die Tränen über die Wangen. "Das Geld werde ich für meine Familie ausgeben", meinte er, ergriffen ob der für seine Verhältnisse hohen Summe. Manyim, dessen größter Erfolg bis dahin Platz zwei beim diesjährigen Rom-Marathon war, kassierte für seinen Sieg vor mehreren hunderttausend Zuschauern 40 000 Euro plus 7 500 Euro Zeitbonus. Er hatte sich bei Kilometer 29 durch eine erhebliche Tempoverschärfung von einer 15-köpfigen Spitzengruppe abgesetzt und war dem Ziel fortan alleine entgegen gestrebt.

Berlin ist nach New York, London und Chicago der viertgrößte Marathon der Welt. Allein 40 000 Läufer gingen auf die 42,195 Kilometer, hinzu kamen über 9 000 Schüler beim Schulmarathon sowie bereits am Samstag 8 000 Inlineskater.

© SID

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