NOK beschäftigt sich mit Erkentnissen: Nicht alle sind sauber

NOK beschäftigt sich mit Erkentnissen
Nicht alle sind sauber

Die Überprüfung von Offiziellen, Trainern, Betreuern und Ärzten der deutschen Olympia-Mannschaft für Turin auf mögliche Spitzeldienste für den Staatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR geht in die nächste Runde.

HB BERLIN. Wie der Pressesprecher des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland, Michael Schirp, erklärte, sind von der Birthler-Behörde in Berlin nach der Überprüfung der Regelanfragen "einige Personen" gemeldet worden, bei denen Unterlagen über Tätigkeiten als Inoffizielle Mitarbeiter vorhanden sind. Die gemeinsame Stasi-Kommission des Deutschen Sportbundes (DSB) und des NOK solle eventuelle Einzelfälle behandeln und Empfehlungen aussprechen, wie weiter vorzugehen sei, sagte der Sprecher.

Genaue Angaben über den Umfang der möglichen Stasi-Belastungen wollte Schirp nicht machen. Die Stasi-Kommission werde in den nächsten Tagen unter Leitung der ehemaligen CDU-Politikerin Hanna- Renate Laurien zusammenkommen, gab er bekannt. Noch unklar sei allerdings, wie unter Zeitdruck strittige Fälle abschließend behandelt werden können. "Wir hoffen, dass bis zum Auftakt der Olympischen Winterspiele in Turin am 10. Februar alle Vorgänge rechtsstaatlich sauber geklärt werden", sagte Schirp. Nach seinen Worten hatte sich auch NOK-Präsident Klaus Steinbach von der Birthler-Behörde überprüfen lassen.

Das NOK-Präsidium wird sich am 25. Januar mit den Stasi- Belastungen im Offiziellen-Stab beschäftigen. Zunächst waren auf der Grundlage des Stasi-Unterlagengesetzes alle Mitarbeiter und Funktionäre mit leitenden Funktionen überprüft worden. Das NOK hatte gleichzeitig darauf bestanden, dass alle anderen zukünftigen Mitglieder des Stabes der Olympia-Mannschaft bei der Behörde selbst Anträge auf Überprüfung stellen. Bei den von der Birthler-Behörde gemeldeten positiven Fälle wurden Unterlagen aus dem Stasi-Archiv beigefügt.

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