sonstige Sportarten
NOK bietet weitere Gespräche an

In der Diskussion um den neuen Dachverband des deutschen Sports hat das Präsidium des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) den Kritikern in Reihen der Landessportbünde erneut Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Das Präsidium des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) ist auf dem Weg zum neuen Dachverband des deutschen Sports bereit, weitere Gespräche mit den Kritikern der Landessportbünde zu führen. "Wir wollen damit in enger Abstimmung mit dem DSB ein konstruktives Signal senden", sagte NOK-Präsident Klaus Steinbach. Er sei weiter zuversichtlich, "dass wir zu einem Konsens kommen können."

Am 14./15. Oktober tagen die 16 Landessportbünde in Mainz, um den umstrittenen Satzungsentwurf für den künftigen Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) zu diskutieren.

Kompromissbereitschaft kennt Grenzen

Man wolle bis dahin nochmals überprüfen, "ob die Landessportbünde in den für sie wichtigen künftigen Gremien ausreichend vertreten sind", sagte Steinbach. Er stellte gleichzeitig klar, dass bei aller Kompromissbereitschaft nicht an einer Mehrheit für die olympischen Fachverbände im Dachverband zu rütteln sei: "Sonst würde das IOC nie seine Zustimmung geben."

Im Streit um den Zusammenschluss gehen die Fronten auch durch die Fachverbände. Rheinischer und Westfälischer Turnerbund haben sich auf die Seite ihres LSB von Nordrhein-Westfalen und damit gegen die Führung des Deutschen Turner-Bundes (DTB) gestellt. Sie lehnen den Satzungsentwurf ab, weil sie in nicht-olympischen Fragen nicht überstimmt werden wollen.

Er werde DTB-Chef Rainer Brechtken über den Beschluss seines Präsidiums unterrichten, sagte Hans-Jürgen Zacharias, Vorsitzender des Rheinischen Turnerbundes und ehemaliger Vizepräsident im Internationalen Turnerbund (FIG), dem sid.

"Eine Frage der Auslegung"

Brechtken ist Mitglied beider gemeinsamer Gremien von NOK und DSB, der Struktur- und der Satzungskommission, die die Vereinigung vorbereitet haben. Deren Interpretation der IOC-Charta halten laut Zacharias nahezu alle Landes-Fachverbände in NRW nicht für zwingend: "Das ist eine Frage der Auslegung." Der derzeitige Entwurf sei "völlig undemokratisch". Für ihn bestehe "durchaus die Gefahr des Scheiterns", wenn die Satzung nicht noch geändert werde.

Die NOK-Spitze segnete dagegen den Dosb-Satzungsentwurf ohne wesentliche Korrekturen ab; er soll am 12. Oktober veröffentlicht werden. Das DSB-Präsidium kommt am Freitag zum gleichen Thema zusammen. Am 10. Dezember müssen die Vollversammlungen von DSB und NOK in Köln der "Verschmelzung" mit jeweils Dreiviertel-Mehrheit zustimmen. Die Landessportbünde verfügen im DSB über 42 Prozent der Stimmen.

© SID

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