„Nomen-Klampe“ sorgt für Furore
Sailing meets Design

Klampen sind wahrscheinlich so alt wie das Segeln selbst. Ein Hamburger Designer hat bewiesen, dass es nichts gibt, was man nicht noch verbessern könnte. Seine hochfunktionale "Nomen-Klampe" ziert inzwischen die edelsten Yachten.

HAMBURG. Qualität setzt sich durch - diese Lebensweisheit hat sich auch für den Designer Axel Hoppenhaus bewahrheitet. Schon 1995 entwickelte der Chef des Ein- Mann-Unternehmens Nomen Products aus Hamburg die so genannte Nomen- Klampe, die jetzt in der Seglerszene Furore macht. Für Nichtsegler: Klampen sind an Deck von Yachten montiert und dienen dazu, die Schiffe im Hafen zu vertäuen. Das Besondere an der Nomen-Klampe ist, dass sie klappbar ist und geschlossen werden kann. Sie vereint hohe Ästhetik mit größtmöglicher Funktionalität und zeichnet sich durch ihr geringes Gewicht und eine einfache Montage aus.

Hoppenhaus, der selbst Segler ist, hatte sich zu oft darüber geärgert, dass sich wichtige Taue bei Manövern in den gebräuchlichen, feststehenden Klampen verhaken. Das ist nicht nur lästig, sondern stellt auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. So machte er sich an die Entwicklung einer neuen Klampe. Herausgekommen ist eine Innovation, die fasziniert, simpel und effektiv ist und damit ganz der Überzeugung ihres Erfinders entspricht. Für den Industriedesigner und gelernten Bootsbauer ist Faszination "das entscheidende Kriterium, wenn sich ein neues Produkt von der Konkurrenz abheben und am Markt dauerhaft behaupten soll".

Die eigentliche Innovation ist der Klappmechanismus. Die beiden Klampenarme werden durch eine elastische Kugel verbunden, die für eine synchrone Bewegung sorgt und die Klampe in der jeweiligen Endstellung fixiert. "Weiche Flächenübergänge mit fließenden Radien", so wirbt Hoppenhaus für seine Klampe, "sorgen für eine gleichmäßige Kraftverteilung der auf die Klampe wirkenden Zugkräfte." Als Material wird seewasserbeständiges Aluminium verwendet, eine Edelstahlversion ist in Planung.

Während die Entwicklung der Klampe relativ schnell abgeschlossen war, vergingen bis hin zur Markteinführung noch sechs lange Jahre. Das größte Problem war die Produktion der Klampe. Der erste Versuch, die Klampe über einen Lizenznehmer in China produzieren zu lassen, scheiterte an der großen Entfernung und unterschiedlichen Qualitätsstandards. Da half auch der höchste deutsche Designpreis 1998, der "Bundespreis Produktdesign" (heute: "Designpreis der Bundesrepublik Deutschland"), nichts.

Die passende Partnerfirma fand sich nach langem Suchen schließlich direkt vor der Haustür. Heute wird das Bootszubehör von einer in Schleswig-Holstein ansässigen Firma hergestellt und eine Vielzahl von renommierten Unternehmen wie XYachts (Dänemark), die italienische Werft Cantiere del Pardo auf ihren "Grand Soleil"-Yachten oder auch die Kieler Bootswerft Knierim setzt die Klampen bereits auf ihren Booten ein. Erhältlich sind die Klampen in verschiedenen Größen von 200 Millimeter bis 400 Millimeter direkt bei Nomen Products (www.nomenproducts.de), bei Bootsausrüstern und in Yachtshops.

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