Nordbank blue race
Mit allen Wassern gewaschen

3600 Seemeilen stürmischer Nordatlantik liegen vor den 25 Rennyachten, die am HSH Nordbank blue race teilnehmen. Die Nonstop-Transatlantikregatta ist eine echte Herausforderung für Crews und Material.

Was sonst fast nur Profis wagen, riskieren seit dem 16. Juni rund 250 Amateursegler auf insgesamt 25 Schiffen: die Überquerung des stürmischen Nordatlantiks. Bei dem 3600 Meilen langen HSH Nordbank blue race von Newport (Rhode Island) nach Hamburg geht es vor allem um eines: sicher anzukommen. Das wird allerdings keine Crew davon abhalten, alles zu versuchen, um "the first ship home" zu sein.

Es ist ein echtes Abenteuer, auf das sich die Segler aus sieben Nationen da einlassen. Untrügliches Zeichen dafür: der "Point Alpha", den die Yachten nicht nördlich passieren dürfen, wurde erst kurz vor dem Start festgelegt und beim Skippers? Briefing am 15. Juni bekannt gegeben. Er markiert die aktuelle Eisgrenze und soll sicherstellen, dass den Teilnehmer neben widrigen Wetterlagen nicht auch noch gefährliche Eisberge in die Quere kommen. "Der Kurs führt von der Ostküste der USA nördlich um Großbritannien herum in die Elbe", sagt Wettfahrtleiter Alan Green aus London.

Das HSH Nordbank blue race hat eine lange Tradition, wenn auch unter wechselnden Namen. Auf nachdrücklichen Wunsch von Kaiser Wilhelm wurde 1903 von den versammelten Hamburger Reedern eine englische Rennyacht gekauft, für die man eigens den Hamburgischen Verein Seefahrt (HVS) gegründet hatte. Sie wurde auf den Namen "Hamburg" getauft. Dann stiftete der Herrscher 1905 auch noch einen Goldpokal für eine Transatlantikregatta - zum Leidwesen Wilhelms wurde die "Hamburg" nur zweiter Sieger. Danach waren die Zeiten der großen Rennyachten erst einmal vorbei.

Die Wiederaufnahme der Rennen wurde vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) in Zusammenarbeit mit dem New York Yacht Club 2003 aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des HVS initiiert. Unter dem Namen DaimlerChrysler North Atlantic Challenge nahmen immerhin 63 Schiffe daran teil. Ganz so viele sind es in diesem Jahr nicht, aber dafür sind ein paar echte Schmuckstücke und ein paar rasante Cruiser-Racer im Starterfeld.

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