Nordische Kombination International
FIS segnet neues Kombinierer-Format endgültig ab

Jetzt ist es amtlich: Die FIS hat das neue Kombinierer-Format mit einem Skisprung und einem 10km-Lauf bestätigt. In Klingenthal findet zudem ein zusätzlicher Weltcup statt.

Die Revolution in der Nordischen Kombination ist beschlossene Sache. Das Kombinierer-Komitee des Internationalen Skiverbandes FIS bestätigte auf seiner Sitzung einstimmig, dass künftig alle Wettbewerbe im Weltcup nach dem neuen Format mit einem Skisprung und einem 10km Langlauf ausgetragen werden. Klingenthal bekam auf der Sitzung einen zusätzlichen Weltcup für den 14. und 15. Februar 2009 zugesprochen, der gleichzeitig die Generalprobe für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Liberec sein wird.

"Wir haben einen Konsens gefunden, alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Wir kehren zu den Wurzeln der Kombination zurück, um die Disziplin wieder attraktiver zu machen", sagte Walter Hofer, FIS-Chef für Kombination und Skispringen, dem sid.

Bei den Olympischen Spielen soll es auch weiterhin drei Disziplinen bei den Winterzweikämpfern geben. Neben dem Teamwettbewerb mit nur noch einem Sprung und dem 4x5-km-Langlauf werden das zwei Einzelkonkurrenzen sein, bei denen neben dem 10-km-Langlauf von der Groß- bzw. der Normalschanze gesprungen wird.

Der von Hofer abgelehnte Massenstart-Wettbewerb, bei dem zuerst gelaufen und dann gesprungen wird, soll bei der WM in Liberec wie geplant als vierte Disziplin im Programm stehen. "Da war auch rechtlich keine Änderung mehr möglich", sagte Hofer: "Ob der Wettbewerb in Zukunft im Programm bleibt, werden wir nach den Erfahrungen der WM entscheiden." Vorerst verschoben ist auch die Einführung einer Qualifikation nach dem Vorbild des Skispringens am Tag vor dem Wettkampf.

Neben Klingenthal bekam Liberec (13./14. Dezember 2008) einen zusätzlichen Weltcup zugesprochen, so dass das Programm jetzt insgesamt 13 Weltcup-Orte umfasst. Dort geht überall das neue Kombinierer-Format über die Bühne, nachdem in den vergangenen Jahren zahlreiche Tests neuer Wettkampfformen misslungen waren. Der bisherige Kombinierer-Chef Ulrich Wehling, dreimaliger Olympiasieger aus Deutschland, war deshalb von Hofer ersetzt worden.

© SID

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