Nordische Kombination Olympia: Ackermann: "Will mich mit einer Medaille belohnen"

Nordische Kombination Olympia
Ackermann: "Will mich mit einer Medaille belohnen"

Bei Olympia in Turin will sich Ronny Ackermann für die harte Vorbereitung mit einer Medaille belohnen. "Gold werde ich mir aber nicht auf die Stirn schreiben", erklärte der Nordische Kombinierer im Interview mit dem sid.

Ronny Ackermann will bei den Olympischen Spielen in Turin die Früchte seiner vierjährigen Vorbereitung ernten und eine Medaille mit nach Hause nehmen. Favorit auf Gold sei aber der Finne Hannu Manninen, sagte der Nordische Kombinierer im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

sid: "Ronny Ackermann, der Aufwand Ihrer Olympia-Vorbereitung war so groß wie nie. Wie gut fühlen Sie sich jetzt in Form?"

Ronny Ackermann: "Im Laufen fühle ich mich stärker als bei der letzten WM. Im Springen weiß ich nicht, was meine Fortschritte im Training wert sind. Ich habe einen unwahrscheinlich hohen Aufwand betrieben und kann mir wenigstens keinen Vorwurf machen. Ich habe wirklich bis zur letzten Minute alles probiert, um das Letzte herauszukitzeln."

sid: "Sie sind ja sogar zum ersten Mal seit 20 Jahren von 10-Meter-Schneehügeln gesprungen ..."

Ackermann: "Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Ich war extrem positiv überrascht, wie viel Spaß mir das Springen von den Schneehügeln gemacht hat. Ich durfte keinen Fehler machen, ansonsten hätte ich auf dem Bauch gelegen. Dadurch ist es mir gelungen, die alte Technik aufzubrechen."

sid: "Mit welchen Zielen gehen Sie nach all dem Stress in den letzten Wochen in die Winterspiele?"

Ackermann: "Natürlich ist es nicht optimal, so in Olympia reinzugehen. Ich war psychisch platt und hoffe, dass ich zum ersten Wettkampf am Samstag in der Lage bin, wieder gute Leistungen zu bringen. Ich denke mal, dass es beim zweiten und dritten Wettkampf besser für mich gehen wird. Ich habe mich vier Jahre auf diesen Höhepunkt vorbereitet und will mich natürlich mit einer Medaille belohnen."

sid: "Sie sind amtierendender Doppel-Weltmeister, Olympia-Gold ist das Einzige was Ihnen noch fehlt ..."

Ackermann: "Siege kann man nicht planen, da brauchst du auch Glück mit Material und Wind. Man muss die Entspanntheit haben und die Dinge nehmen, wie sie kommen. Ich habe mit dieser Einstellung gute Erfahrungen bei der WM gemacht. Ich werde mir Gold jedenfalls nicht auf die Stirn schreiben."

sid: "Ist Ihr Erzrivale Hannu Manninen momentan überhaupt zu schlagen?"

Ackermann: "Er hat mit der Konkurrenz gespielt, ist das Maß der Dinge. Ich hätte vor Olympia schon gern gesehen, dass ich ihn packen kann. Aber solche Höhepunkte haben eigene Gesetze. Er muss Gold machen, alles andere wäre für ihn eine Enttäuschung. Ich kann von hinten angreifen."

© SID

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