Nordische Kombination Weltcup: Ackermann baut Weltcup-Führung aus

Nordische Kombination Weltcup
Ackermann baut Weltcup-Führung aus

Kombinierer Ronny Ackermann ist beim Weltcup im österreichischen Seefeld auf Platz drei gelaufen und hat damit seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut.

Trotz seines dritten Platzes und des Sprungs aufs Podest war Kombinierer Ronny Ackermann nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Weil sich die Verfolger in der Loipe nicht einig waren, feierte Sprunglaufsieger Christoph Bieler mit der österreichischen Fahne in der Hand einen umjubelten Weltcup-Heimsieg.

"Natürlich steht am Ende ein positives Ergebnis, aber solche taktischen Rennen machen mir nicht so viel Spaß. Hätten wir uns abgewechselt, hätte ich gewinnen können", meinte der mit 3 500 Schweizer Franken belohnte Ackermann. Im Ziel hatte der Weltmeister bei seinem achten Podestplatz im 14. Saisonrennen 7,2 Sekunden Rückstand auf Bieler. Platz zwei verpasste der Dermbacher um eine Zehntelsekunde gegen den Norweger Magnus Moan.

"Grobmotoriker" verpasst Platz zwei

"Da haben mir Grobmotoriker ein paar Zentimeter gefehlt, weil ich mein Bein nicht nach vorn bekommen habe", meinte Ackermann: "Aber mit der Saison bin ich sehr, sehr zufrieden, auch wenn ich mich jetzt sehr auf die Weltcup-Pause ab Montag freue. Der Gesamtweltcup ist am Ende der zweiten Wettkampfperiode in Reichweite." Der zweimalige Gewinner der großen Kristallkugel baute seine Führung zehn Rennen vor Schluss auf 210 Zähler vor dem diesmal sechstplatzierten US-Amerikaner Bill Demong aus.

Eric Frenzel (Oberwiesenthal) landete auf Platz sieben, das starke Resultat wurde von Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) und Tino Edelmann (Zella-Mehlis) auf den Rängen elf und zwölf komplettiert. "Ich bin mit dem Ausgang dieses Zockerrennens sehr zufrieden. Wir haben mit Ronny einen auf dem Stockerl und ein paar gute Anschlussplatzierungen", kommentierte Bundestrainer Hermann Weinbuch: "Dabei hatten wir im Springen eigentlich viel liegengelassen."

Ackermann war da nur auf Platz sechs gesprungen. Bieler konnte die 46 Sekunden Vorsprung auf den Deutschen im 7,5-km-Langlauf auf der extrem schweren Strecke in 1 200 Meter Höhe lange verteidigen, ehe die riesige Verfolgergruppe 1,5km vor dem Ziel die große Verfolgungsjagd auf den Österreicher startete. Es war zu spät, aber beim zweiten Wettbewerb am Sonntag greift Ackermann erneut nach dem Sieg.

Im wegen einer schlechten Wettervorhersage auf Samstag vorgezogenen ersten Sprung-Durchgang segelte der Weltmeister aus Dermbach mit einem 94-Meter-Sprung auf Platz fünf. Damit hat er 32 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Bernhard Gruber (Österreich), der auf die Tagesbestweite von 100 Metern flog.

Falls es das Wetter am Sonntag zulässt, finden um elf Uhr ein zweiter Sprung-Durchgang und um 15.30 Uhr ein 15-km-Langlauf statt. Falls wegen Wetterkapriolen nicht auf der Schanze gesprungen werden kann, zählt das Ergebnis des einen Sprung-Durchgangs vom Samstag und es gibt nur einen 7,5-km-Sprint in der Loipe.

© SID

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