Nordische Kombination Weltcup
Ackermann bei Heim-Weltcup nur Vierter

Das hatte sich Ronny Ackermann sicher anders gedacht: Beim Heim-Weltcup der nordischen Kombinierer in Oberhof kam der Weltmeister nur auf den vierten Rang. Sieger wurde der Norweger Magnus Moan.

Bei seinem Heim-Weltcup in Oberhof wollte Topfavorit Ronny Ackermann zur großen Form auflaufen und seine Fans beglücken. Doch am Ende kam der Weltmeister mit 11,8 Sekunden Rückstand nur als Vierter ins Ziel. Der Norweger Magnus Moan überholte den Lokalmatador auf dem letzten Kilometer und gewann vor Bill Demong (USA) sowie Petter Tande (Norwegen), Weltcup-Spitzenreiter Björn Kircheisen wurde Neunter.

"Schade, ich habe bis zum Schluss gehofft, aber am Ende fehlte die Kraft. Ich musste zuviel alleine arbeiten", kommentierte der als Sprunglauf-Zweiter noch mit besten Siegchancen in den 15-km-Langlauf gestartete Ackermann den Wettbewerb bei starkem Schneefall: "Ich lag schnell in Führung, aber dann hat es immer wieder in die Piste reingeschneit. Ich musste den Schnee alleine wegräumen."

Ackermann: "Eigentlich kann ich zufrieden sein"

Das bislang schlechtestes Weltcup-Resultat vor heimischer Kulisse war für den 30-Jährigen dennoch keine Enttäuschung. "Ich hatte zwei Super-Sprünge, bin stark gelaufen. Eigentlich kann ich zufrieden sein. Wenn ich weiter so starke Leistungen bringe, kommen die Topresultate von ganz allein.

Die 11 000 Fans, die trotz Grippewetter und miserabler Sicht im Biathlon-Stadion am Grenzadler für tolle Stimmung sorgten, waren auch ohne deutsche Präsenz auf dem Siegerpodest zufrieden, zumal Eric Frenzel (Oberwiesenthal/6.), Tino Edelmann (7.) Sebastian Haseney (beide Zella-Mehlis/8.) und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt/9.) unter die "Top Ten" liefen.

"Nach dem Wind-Pech beim Springen wollte ich wenigstens das Gelbe Trikot verteidigen. Das ist aufgegangen, deshalb kann ich diesmal auch mit Platz neun leben", sagte Kircheisen, der von Sprungplatz 25 noch weit nach vorne stürmte und nach sieben von 24 Saisonrennen mit 463 Punkten in der Gesamtwertung weiter vor Ackermann (421) und Demong (352) liegt.

"Für mich ist Platz sechs super", sagte Junioren-Weltmeister Eric Frenzel: "Ich habe zum Anfang versucht, mit Ronny mitzuhalten, aber der viele Schnee hat meine Kräfte aufgebraucht."

Organisatoren können Schulden verkleinern

Die aufgrund ausgebliebener Zuschüsse vom Deutschen Skiverband mit einem Fehlbetrag von 70 000 Euro in den Weltcup gestarteten Organisatoren konnten ihr Minus wegen der großen Zuschauerkulisse minimieren. Für eventuelle Restschulden kommt der WSV Oberhof auf, der sich in der kommenden Woche als Ausrichter des ausverkauften Biathlon-Weltcups (3. bis 6. Januar) schadlos hält.

Der Weltcup-Zirkus der Kombinierer zieht nach Schonach weiter, wo am 5. und 6. Januar die beiden nächsten Rennen auf deutschem Boden ausgetragen werden. Danach ist noch Klingenthal (19./20. Januar) deutsche Weltcup-Station.

© SID

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