Nordische Kombination Weltcup
Ackermann verpasst Top-Ten-Platz in Zakopane

Beim Weltcup in Zakopane zeigte Kombinierer Ronny Ackermann seine bislang schwächste Saisonleistung und wurde Elfter. Der Sieg ging an den Österreicher Bernhard Gruber.

Die Nase zu, die Langlaufski verwachst: der Auftritt von Weltmeister Ronny Ackermann beim Sprint-Weltcup der Nordisch-Kombinierten endete auf Rang elf "ziemlich unbefriedigend". Der von einer Erkältung geschwächte Weltmeister behauptete immerhin mit einer Energieleistung den großen Vorsprung in der Gesamtwertung. Sprintsieger wurde Bernhard Gruber (Österreich). Christian Beetz und Eric Frenzel belegten als beste deutsche Starter die Plätze sechs und 7.

"Eigentlich hätte der Ronny ins Bett gehört. Er hat einen heftigen Schnupfen und geschwollene Lymphe. Aber er kämpft um den Weltcupsieg. Da muss man versuchen, in jedem Rennen Punkte zu sammeln", meinte Hermann Weinbuch am Ende erleichtert. Der Bundestrainer ergänzte aber auch: "Heute haben wir den Schaden zum Glück in Grenzen gehalten, aber hoffentlich wird der Ronny nicht ernstlich krank. Die Konkurrenz von Bill Demong ist sehr stark."

"Insgesamt war mehr für mich möglich"

Weil Ackermann-Dauerrivale Bill Demong trotz überragender Laufleistung hinter Gruber und dem Schweizer Tommy Schmid nur Dritter wurde, bleiben Ackermann vor den letzten vier Saisonrennen in Lahti und Oslo komfortable 199 Punkte Vorsprung in der Weltcup-Gesamtwertung. "Meine Ski haben auf der Laufstrecke immer mehr nachgelassen. Insgesamt war mehr für mich möglich", sagte der Thüringer nach seinem schwächsten Saison-Resultat.

Tags zuvor war im polnischen Wintersport-Zentrum der angesetzte Massenstart-Weltcup buchstäblich ins Wasser gefallen. Weil der Zieleinlauf unter Wasser stand und zudem nicht genug Kunstschnee vorrätig war, musste das Rennen abgesagt werden, der dritte Ausfall innerhalb einer Woche (zuvor fielen in Liberec gleich zwei Rennen aus).

Kircheisen streicht die Segel

Die gesundheitlichen Probleme des Paradeläufers waren aber nicht Weinbuchs einzige Sorgen in Zakopane. Mitfavorit Björn Kircheisen erwischte beim Springen eine Rückenwind-Böe, wurde Drittletzter und trat deshalb zum Lauf gar nicht mehr an. Youngster Tom Beetz (Biberau) sprang trotz eines Magen-Darm-Infektes sogar auf Platz neun vor, kämpfte danach aber verzweifelt mit einem leichten Mittagessen und konnte den 7,5-km-Lauf nicht bestreiten.

Glück hatte wenigstens Christian Beetz. Der ältere der beiden Beetz-Brüder sprang auf Platz fünf und kämpfte im tiefen aufgeweichten Schnee erstklassig, was mit Platz sechs vor Junioren-Weltmeister Eric Frenzel belohnt wurde. "Ein toller Erfolg für Christian, Für einen Podestplatz haben halt noch ein paar Sekunden gefehlt", meinte Weinbuch.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%