Nordische Kombination Weltcup: Ackermann vor Frenzel in Klingenthal

Nordische Kombination Weltcup
Ackermann vor Frenzel in Klingenthal

Ronny Ackermann hat im vogtländischen Klingenthal den Sprint in der nordischen Kombination gewonnen. Zweiter wurde der Oberwiesenthaler Eric Frenzel, der bereits zuvor das Rennen im Massenstart gewinnen konnte.

Eric Frenzel und Ronny Ackermann haben sich bei der Weltcuppremiere in Klingenthal einen spannenden Zweikampf geliefert. Der Jungspund und der Weltmeister fuhren innerhalb von zwei Stunden zwei Doppelsiege ein. Zunächst gewann Frenzel den Massenstart vor Ackermann, der dann im Sprint seinen 19 Jahre alten Teamgefährten auf Platz zwei verwies. Die von Tauwetter und Wind geplagten Organisatoren im Vogtland wurden vom deutschen Super-Duo und insgesamt 15 000 Zuschauern für ihre Mühe entschädigt.

"Das war das zweitgrößte Erlebnis meines Lebens nach der Geburt meines Sohnes", meinte Eric Frenzel. Der kleine Philipp und Freundin Laura sahen dann zu, als der Junioren-Weltmeister zum ersten Mal in seiner Karriere im Weltcup auf die oberste Stufe des Siegerpodestes stieg. "Das ist einfach großartig. Das muss ich erstmal verdauen. Ich glaube das alles gar nicht richtig."

In Feierlaune war auch der viermalige Weltmeister Ronny Ackermann nach dem 27. Weltcup-Sieg seiner Laufbahn, der fast schon einer Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtweltcup gleich kam. "Der Verlauf der beiden Rennen macht mich sehr glücklich, denn eigentlich hing alles am seidenen Faden. Aber die Organisatoren hier haben alles richtig gemacht", sagte der 30-Jährige aus Dermbach.

Ackermann: "Eric ist ein Killer-Typ"

Ackermann liegt im Gesamtweltcup nach 13 von 24 Saisonrennen mit 851 Punkten schon fast 200 Punkte vor dem US-Amerikaner Bill Demong (661), der in Klingenthal nur Mittelmaß war. Frenzel (488) rückte auf Platz sechs und wurde vom Teamgefährten gelobt. "Eric ist ein Killer-Typ, auch wenn man ihm das nicht ansieht. Der kann mal ein richtiger Siegläufer werden", sagte Ackermann.

"Wie der kleine Frenzel den Trubel weggesteckt hat, übertrifft alles", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch nach dem bislang erfolgreichsten deutschen Wochenende in dieser Saison: "Er setzt genau das um, was ich ihm immer sage: loslaufen, springen, keinen Kopf machen und alles genießen."

Im am Vortag nach dem 10-km-Rennen abgebrochenen Massenstart sprang Frenzel mit einem Riesensatz von 137 Metern an die Spitze vor Ackermann (134,5) und dem Finnen Anssi Koivuranta. Im Unmittelbar danach gestarteten Sprint jagten Frenzel und Ackermann bis zum letzten Anstieg gemeinsam dem Feld vorneweg. Dann zog der Routinier davon. Dritter wurde David Kreiner (Österreich).

Klingenthal gibt trotz TV-Krise Empfehlung ab

Die Organisatoren, die wegen der TV-Krise um den Deutschen Skiverband eine rund 300 000-Euro-Lücke im Etat stopfen mussten, empfahlen sich mit einem Kraftakt für kommende Weltcups. 500 Helfer arbeiteten teilweise in Nachtschichten, um die im Tauwetter eingebrochene Schanzen-Anlaufspur zu reparieren und die neu angelegte Laufstrecke weltcuptauglich zu präparieren.

© SID

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