Nordische Kombination Weltcup
Deutsche Kombinierer wollen ersten Saisonsieg

Für die deutschen Kombinierer geht es in Oberhof, Ruhpolding und Schonach um die ersten Saisonsiege. Sechs Turin-Tickets stehen auf dem Spiel. Die Hoffnungen liegen vor allem auf Ronny Ackermann und Georg Hettich.

Endspurt um Olympia-Tickets: Die deutschen Kombinierer um Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann wollen bei den bevorstehenden drei Heim-Weltcups endlich den ersten Saisonsieg sichern und läuten zugleich die entscheidende Phase im Kampf um die Olympia-Tickets ein. In Oberhof (heute/11.00 Uhr), Ruhpolding (3. Januar) und Schonach (6. Januar) können sich die zwölf deutschen Starter noch einmal bei Bundestrainer Hermann Weinbuch empfehlen.

"Siege sind gut für die Psyche. Wir sind bis auf Schlagdistanz herangekommen, vor allem Ronny Ackermann und Georg Hettich sind ganz nah dran", sagt Weinbuch und hält einen Erfolg auch durchaus für möglich: "Wenn der Wettergott gnädig ist und wir beim Springen gute Bedingungen erwischen." Der zum "Sportler des Jahres" gewählte Ackermann (dreimal) und Hettich (einmal) sorgten in den bisherigen sechs Saison-Wettbewerben für vier Podestplätze des deutschen Teams.

"Acker" absolvierte bis Weihnachten wegen kleiner Fehler in Anfahrthaltung und beim Absprung Sonderschichten auf der 60-Meter-Schanze von Ruhpolding. Über die Feiertage plagte er sich zwar mit einem Magen-Darm-Virus, ist aber nun wieder fit. "Ich hoffe, dass ich nicht zuviel Substanz verloren habe", meinte der Thüringer und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Der positive Effekt ist, dass ich mit meinem Körpergewicht nun voll im Soll bin."

Weinbuch sagte zur Technik-Einheit an der Schanze: "Der Erfolg war nicht ganz der, den ich mir versprochen hatte. Das lag aber auch an den komplizierten Bedingungen." Hauptrivale dürfte beim Deutschland-Grand-Prix der schon dreimal erfolgreiche Weltcup-Spitzenreiter Hannu Manninen (Finnland) sein.

Endspurt um die Turin-Plätze

Weinbuch erwartet von seinen Schützlingen nun auch den Endspurt um die Turin-Plätze. Bisher haben Ronny Ackermann (Dermbach), Georg Hettich (Schonach), Jens Gaiser (Mitteltal-Obertal), Sebastian Haseney (Zella-Mehlis), Thorsten Schmitt (Furtwangen) und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) - also sechs Athleten - die nationale Olympianorm erfüllt. "Wir schöpfen die maximale Anzahl von sechs Kombinierern im Olympiateam aus", so Weinbuch: "Es wird sicher so schon schwer, den einen oder anderen mit Normerfüllung zu Hause zu lassen."

Vor allem Marcel Höhlig (Oberhof) und Matthias Menz (Steinbach-Hallenberg) ist ein notwendiger achter Rang (oder zwei Platzierungen unter den Top 15) als "Bewerbung" zuzutrauen. Auch von Tino Edelmann (Zella-Mehlis) hatte Weinbuch sich ursprünglich schon mehr erhofft. Christian Beetz (Oberhof) und Jens Kaufmann (Baiersbronn) können unterdessen nach ihrem Aufstieg aus dem B-Weltcup nun erstmals richtig aufhorchen lassen.

Insgesamt stehen für die Zweikämpfer noch neun Wettbewerbe bis Turin auf dem Programm. Nach dem Deutschland-Grand-Prix und der Doppel-Konkurrenz in Val di Fiemme (14./15. Januar) will Weinbuch aber bereits größtmögliche Klarheit. "Wir wollen alle Weltcups bis zu den Winterspielen bestreiten. Es ist kein Extra-Traininglager geplant", erläutert Weinbuch die Planungen: "Wir werden aber reagieren, wenn die Form nicht stimmt und wir einen Athleten im Springen mit einem Sondertraining neu aufbauen müssen."

© SID

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