Nordische Kombination Weltcup
Dritter Podestplatz für Frenzel

Beim Weltcup der Kombinierer in Lillehammer erreichte Eric Frenzel den dritten Rang. Der Oberwiesenthaler landete 1,5 Sekunden hinter dem Sieger Jason Lamy Chappuis aus Frankreich.

Drittes Saisonrennen, zum dritten Mal Platz drei: Kombinierer Eric Frenzel hat auch beim Weltcup in Lillehammer seinen Stammplatz auf dem Podest bestiegen. Dem 21 Jahre jungen Vater fehlten diesmal 1,5 Sekunden zum ersten deutschen Saisonsieg. Der Franzose Jason Lamy Chappuis stand zum zweiten Mal ganz oben und eroberte damit die Gesamtweltcup-Spitze.

"Wenns läuft, dann läufts. Ich bin sehr zufrieden mit Platz drei, mehr war nicht drin. Irgendwann klappt es auch noch mit dem Sieg", sagte Frenzel. Hinter ihm landeten bei schwierigen Bedingungen mit Schneefall und Wind Tino Edelmann (Zella-Mehlis) und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) auf den Plätzen vier und fünf.

Deutsches Trio erfüllt Olympia-Norm

Das deutsche Top-Trio hat damit die interne Olympia-Norm von zwei Platzierungen unter den besten Sechs gleich zum Saisonbeginn erfüllt. Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) komplettierte das erneut überragende deutsche Teamresultat auf Platz zehn.

"Ich bin zufrieden, dass wir die Olympia-Qualifikation geschafft haben. Da kann man sich voll auf die Winterspiele vorbereiten", sagte Kircheisen. Nach dem Springen hatte es noch nach einem deutschen Triumph ausgesehen, denn Frenzel und Edelmann gingen von den Plätzen zwei und drei auf die Jagd nach Sprunglaufsieger Lamy Chappuis.

Edelmann schimpft auf Sieger Chappuis

Fast die kompletten 10km in der Loipe arbeitete eine vierköpfige Spitzengruppe gut zusammen, doch im Zielspurt fehlte den beiden Deutschen die letzte Kraft. Lamy Chappuis stürmte 0,1 Sekunden vor Petter Tande (Norwegen) ins Ziel. "Lamy Chappuis war der Einzige, der keine Führungsarbeit geleistet hat", schimpfte Edelmann: "Mir haben die letzten Körner im Zielsprint gefehlt, weil ich bei diesen schweren Bedingungen so viel gearbeitet habe."

Der viermalige Weltmeister Ronny Ackermann hatte nach seinem schwachen Weltcup-Auftakt, wo er nach einem 22. Platz im ersten Wettbewerb nicht mehr zum Langlauf bei der zweiten Konkurrenz angetreten war, auf den Start in Lillehammer verzichtet. Er soll beim darauffolgenden Wettbewerb am 12./13. Dezember ins deutsche Team zurückkehren, allerdings hat der ursprüngliche Austragungsort Harrachov wegen Schneemangels verzichtet.

"Beim Weltcup-Auftakt in Kuusamo habe ich erkennen müssen, dass mein Körper einfach noch etwas Zeit und Ruhe braucht, um sich nach den intensiven Belastungen wieder vollständig zu erholen", sagte Ackermann. Er muss nach dem erneut starken deutschen Auftritt von Lillehammer um das Olympia-Ticket zittern.

© SID

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