Nordische Kombination Weltcup
Haseney nach toller Aufholjagd auf Rang zwei

Sebastian Haseney ist beim Weltcup der Nordisch-Kombinierten in Lillehammer noch auf Rang zwei gelaufen. Der Thüringer hatte nach dem Sprunglauf nur Platz 16 belegt. Sieger wurde der Norweger Magnus Moan.

Sebastian Haseney konnte beim Weltcup der Nordisch-Kombinierten in Lillehammer als Zweiter überzeugen und hat damit seinen zweiten Podestplatz im zweiten Wettbewerb geschafft. Der Thüringer wurde im Zieleinlauf des 15-km-Langlaufs nur um 0,1 Sekunden vom Norweger Magnus Moan geschlagen. Der Finne Hannu Manninen belegte mit 0,5 Sekunden Rückstand Platz drei. Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) stürmte von Platz 21 nach dem Springen im 15-km-Langlauf noch auf Rang fünf vor.

Olympiasieger Georg Hettich (Schonach) verpasste auch im zweiten Wettkampf mit einem Hüpfer auf 107 Meter als 45. den Sprung in den Langlauf der besten 35. Auch Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann (Dembach) durfte als 43. nicht mehr in der Loipe antreten. Am Sonntag findet ein zweiter Weltcup in Lillehammer statt.

13 000 Euro Prämie für Haseney

"Ich freue mich über Platz zwei und ärgere mich nicht, dass ich das Ding nicht gewonnen habe. Ich fühle mich pudelwohl in der Weltspitze", erklärte der nach Platz drei von Kuusamo auch im zweiten Saisonrennen aufs Podest gestürmte Olympiasechste. Als Lohn gab es für Haseney 13 000 Euro Prämien. Im Gesamtweltcup führen jetzt gemeinsam der viertplatzierte Franzose Jason Lamy-Chappuis und Moan (150 Punkte) vor Haseney und Manninen (140).

"Meine Taktik, als Erster auf die Zielgerade zu gehen, war genau richtig. Aber in der letzten Kurve habe ich mich verhakt und bin ein bisschen ins Straucheln gekommen. Ansonsten hätte ich gewonnen", meinte Haseney, der seinen bislang einzigen Sieg 2001 in Steamboat Springs/USA gefeiert hatte. Knapp zwei Kilometer vor dem Ziel der 15-km-Strecke hatte der 28 Jahre alte Polizemeister die Führung übernommen. Bundestrainer Hermann Weinbuch war trotzdem begeistert: "Es ist ein kleines Wunder, wie konstant stark Hasi ist. Er springt für die anderen in die Bresche, das macht Spaß."

Tolle Aufholjagd nur fast belohnt

Vorangegangen war auf dem Kurs in "Sjusjoes" eine grandiose Aufholjagd des nach dem Springen auf Platz 16 liegenden Haseney. Gemeinsam mit Manninen, Moan und Kircheisen hatte der "Express" der schnellen Läufer schon zur Hälfte der Strecke die etwa zwei Minuten Rückstand zu Sprunglaufsieger Espen Rian (Norwegen) aufgeholt. Kircheisen konnte nach Haseneys Antritt nicht mehr folgen, war aber als Fünfter nach der Nullnummer beim Auftakt-Weltcup trotzdem zufrieden: "Es macht wieder Spaß. Ich habe zwar noch nicht die Topform vom Sommer, aber ich taste mich langsam ran." Jens Gaiser (Mitteltal-Obertal) wurde 21., Matthias Menz (Steinbach-Hallenbeerg) landete auf Rang 24.

Bundestrainer kritisiert Hettich

Überhaupt nicht zufrieden war Bundestrainer Hermann Weinbuch mit den Hüpfern von Ackermann (110 Meter/43.) und Hettich (107 Meter/45.). "Georg ist unser Sorgenkind, er ist ganz schlecht gesprungen", meinte der Chefcoach: "Ronny war eigentlich sehr stark in den Trainingstagen, hat sich aber müde gefühlt. Vielleicht ist eine Krankheit im Anflug." Am Sonntag findet in Lillehammer ein zweiter stressiger Einzelwettbewerb mit zwei Sprüngen und dem 15-km-Langlauf statt. Vielleicht folgt für Haseney nach Platz drei und zwei dann Rang eins.

© SID

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