Nordische Kombination Weltcup
Haseney prescht auf Platz zwei vor

Sebastian Haseney ist beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti der Sprung auf das Podest geglückt. Der Thüringer, von Position 30 in den Langlauf gestartet, konnte nur Bill Demong aus den USA nicht mehr einholen.

Turbo-Läufer Sebastian Haseney nur um 6,6 Sekunden geschlagen Zweiter, der Weltmeister Ronny Ackermann starker Vierter: Die deutschen Nordischen Kombinierer bleiben auch nach den WM-Triumphen von Sapporo in der Erfolgsspur. Zum Auftakt der 82. Salpausselkä-Skispiele in Lahti feierte der US-Amerikaner Bill Demong seinen ersten Sieg im Weltcup seit fünf Jahren.

"Ich gehe beim Laufen immer ans Limit, aber diesmal ist etwas ganz Gutes herausgekommen", kommentierte Haseney seinen vierten Podestplatz im aktuellen Winter. Nach dem Springen als 30. scheinbar aussichtslos zurück, drehte der 28-Jährige aus Zella-Mehlis auf der schweren 15km-Laufstrecke richtig auf, und am Ende fehlten nur knappe 20 Meter zu seinem ersten Weltcup-Sieg seit Januar 2001. "Das war eine Strecke, wo nur richtige Keuler um den Sieg rennen konnten. Ich wollte noch nach vorne laufen, aber dass es so weit geht, hätte ich nicht für möglich gehalten."

Haseney setzte sich am abschließenden Anstieg sogar von Lokalmatador und Doppel-Weltmeister Hannu Manninen ab, der seinerseits als Dritter Ackermann mit 3,2 Sekunden Vorsprung vom Siegerpodest verdrängte. Im Gesamtweltcup baute Manninen durch seinen siebten Podestplatz im zwölften Rennen seine Führung aus und steht mit 745 Punkten kurz vor der Titelverteidigung. Haseney (442) rückte auf den sechsten Platz auf, Ackermann (401) bleibt Achter.

Auch müder Ackermann zufrieden

"Nach der Goldmedaille von Sapporo ist es mir schwer gefallen, neue Motivation zu finden. Ich war sehr müde und bin überrascht, dass es doch noch so gut für mich gelaufen ist", erzählte Ronny Ackermann im Ziel. Der viermalige Weltmeister war nach dem Springen nur 18., hängte sich auf der Piste aber an die starken Läufer Haseney und Manninen. "Ich habe versucht, noch einmal richtig zu beißen. Das ist gelungen. Nur am Ende hat mich etwas die Kraft verlassen", sagte Ackermann.

Pech hatte diesmal der zweifache Medaillen-Gewinner von Sapporo Björn Kircheisen. Der Johanngeorgenstädter stürzte bei seinem zweiten Sprung, erlitt dann im Langlauf auch noch einen Stockbruch und wurde trotzdem sogar Achter. Tino Edelmann (Zella-Mehlis) kam auf Rang 16, Olympiasieger Georg Hettich (Schonach) lieferte als 19. seine viertbeste Saisonleistung ab.

© SID

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