Nordische Kombination Weltcup
Hettich wird Vierter, Ackermann Zwölfter im Sprint

Beim Sprint-Weltcup der Nordischen Kombinierer in Ramsau am Dachstein hat sich Georg Hettich mit Rang vier die beste deutsche Platzierung gesichert. Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann landete auf dem zwölften Rang.

Die beste deutsche Platzierung mit dem vierten Rang sicherte sich der Schonacher Georg Hettich in der Nordischen Kombination beim Sprint-Weltcup in Ramsau am Dachstein. Im Zielsprint verlor der Team-Vizeweltmeister nach Sprunglauf und 7,5-km-Langlauf gegen den Sieger Magnus Moan, Ola Gräsli (beide Norwegen) und den überraschend starken Franzosen Jason Lamy Chappuis.

Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann (Dermbach) belegte nach starker Laufleistung Rang zwölf unmittelbar hinter Sebastian Haseney (Zella-Mehlis). Weltcup-Spitzenreiter Hannu Manninen (Finnland) wurde Neunter.

"Ich bin auf einem guten Weg und wieder ein Stück vorwärts gekommen. Ich merke, wie die Form besser wird, aber alles klappt halt noch nicht", sagte Ackermann. Beim am Vortag wegen zu starkem Wind und Schneefall abgebrochenen Massenstart wurde Ackermann nur von Petter Tande geschlagen. Der dort drittplatzierte Magnus Moan (beide Norwegen) gewann den Sprint im Zielspurt. Ackermann kämpfte sich von Platz 17 auf Rang zwölf nach vorn ("Mehr war nach den Zeitrückständen nicht drin.") und nahm dabei überraschend dem Weltcup-Spitzenreiter Hannu Manninen (Finnland/6. und 9.) auf der Laufstrecke 30 Sekunden ab.

Aussprache zwischen Ackermann und Manninen

Zu Beginn des Weltcup-Wochenendes am Fuß des Dachsteingletschers hatten sich Ackermann und Manninen nach den Reibereien von Lillehammer ausgesprochen. Manninen hatte dort Ackermann auf der Strecke behindert, der revanchierte sich mit einem "Rüffel" per Skistock im Ziel. Ackermann plant nun am 30. Dezember beim Heim-Weltcup in Oberhof seinen ersten Saisonsieg. Bis Heiligen Abend, 12.00 Uhr, bestreitet er dafür gemeinsam mit Bundestrainer Hermann Weinbuch ein Spezialtraining auf der kleinen Schanze in Ruhpolding. Hettich und ein anderer teil der Mannschaft üben in Oberstdorf.

"Wir sind vorne dabei. Schade, dass der Georg am Ende eine Sekunde hinter Moan lag. Er hat wirklich gut gekämpft", meinte Hermann Weinbuch. "Beim Ronny geht es im Springen mal besser und mal schlechter. Aber dass er Manninen beim Laufen Zeit abnimmt, ist extrem gut für das Selbstvertrauen."

Der Bundestrainer konnte im österreichischen WM-Ort von 1999 nicht durchgängig mit seinen Männern zufrieden sein, haderte vor allem mit Björn Kircheisen. Der Vizeweltmeister aus Johanngeorgenstadt kam über die Ränge 22 sowie 23 nicht hinaus. "Er ist im Training deutlich besser gesprungen, verkrampft aber im Wettkampf regelmäßig", sagte Weinbuch.

© SID

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