Nordische Kombination Weltcup
Kombination abgesagt - Manninen gewinnt Weltcup

Hannu Manninen hat nach der Absage des vorletzten Weltcups in Oslo als erster Kombinierer zum vierten Mal den Gesamtweltcup gewonnen. Mit 119 Punkten Vorsprung auf Magnus Moan ist ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Der Finne Hannu Manninen steht als Sieger des Gesamtweltcups der Nordischen Kombinierer fest. Durch die Absage des vorletzten Weltcups der Saison in Oslo triumphierte er als erster Kombinierer zum vierten Mal im Gesamtweltcup. Wegen der zu weichen Anlaufspur auf der Holmenkollen-Schanze und böigen Windes musste die Jury den Wettbewerb ersatzlos streichen.

Damit ist dem zweimaligen Weltmeister vor dem am Sonntag geplanten letzten Wettbewerb mit 119 Punkten Vorsprung vor dem Norweger Magnus Moan seine vierte große Kristallkugel in Folge nicht mehr zu nehmen.

Manninen: "Ich freue mich wahnsinnig"

"Ich freue mich wahnsinnig, dass ich dieses Kunststück fertiggebracht habe", erklärte Manninen, der damit nun vor dem dreimal siegreichen Japaner Kenji Ogiwara (Japan) alleiniger Rekordhalter ist: "Aber natürlich hätte ich gern nach einem Wettkampf gefeiert." Der war allerdings nicht möglich, weil die Spurkühlung beim WM-Ausrichter von 2011 nicht richtig funktionierte und selbst der Einsatz von flüssigem Stickstoff nichts brachte.

"Das ist eine mittlere Katastrophe und darf einfach nicht passieren. Die Leute in Oslo denken immer, sie wissen alles besser. Die Absage tut uns sehr weh", erklärte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Die Organisationspanne stoppte die Aufholjagd der deutschen Kombinierer um Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) und Weltmeister Ronny Ackermann (Dermbach). Der anvisierte Podestplatz im Gesamtwelctup ist für die Deutschen nun nicht mehr möglich.

"Das war wie Aquaplaning"

"Es war gefährlich feucht und nass im Anlauf - das war wie Aquaplaning. Wir haben bei zwei Vorspringern großes Glück gehabt, dass nichts passiert ist", erklärte Rennsportdirektor Ulrich Wehling: "Nicht jede Spurkühlung arbeitet wie gewünscht." Ein weiteres Problem sei der böige und wechselhafte Wind gewesen. So wurde der Wettkampf erst nach hinten verlegt, dann auf einen Sprung verkürzt und schließlich ganz abgesagt. Die Wettervorhersage für den letzten Saison-Weltcup am Sonntag ist ebenfalls schlecht.

© SID

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