Nordische Kombination Weltcup
Kombinierer Ackermann schuftet für Olympia-Form

Nach dem verpatzten Saisonstart gibt Ronny Ackermann im Training in Lillehammer alles, um in Olympia-Form zu kommen. Ein doppelter Bänderriss im Sommer und fehlender Schnee im Training hatten Ackermann zurückgeworfen.

Nach dem durchwachsenen Weltcup-Auftakt in der Nordischen Kombination schuftet Ronny Ackermann in Lillehammer, zwei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Turin, um in Form zu kommen. Dabei lässt der Thüringer nichts unversucht: 20 Sprünge in zwei Tagen, Konditions- und Lauftraining sowie der Test neuer Schuhe stehen für Ackermann auf dem Programm. Der doppelte Bänderriss im Sommer und der fehlende Schnee in der unmittelbaren Saison-Vorbereitung hatten den Thüringer zurückgeworfen. Diesen Rückstand gilt es jetzt aufzuholen.

"Ronny ackert mit vollem Einsatz für seine Olympiaform. Ich erwarte am Wochenende schon eine leichte Leistungssteigerung", sagt Bundestrainer Hermann Weinbuch vor den beiden Weltcups der Nordischen Kombinierer am Wochenende (live in der ARD) in Lillehammer. Die Rennen wurden wegen Schneemangels aus Trondheim an den Olympiaort von 1994 verlegt.

Fehleranalyse in Lillehammer

Auch von seinem schwächsten Saisonstart (13. und 16.) der letzten sieben Jahre lässt sich Ackermann nicht aus der Ruhe bringen: "Ich bin so lange in der Weltspitze, ich weiß, was ich machen muss. Schließlich muss ich erst in gut zwei Monaten bei Olympia in Topform sein." Sein großes Saisonziel verliert der Doppelweltmeister nicht aus den Augen: "Mir fehlt derzeit nur die Feinabstimmung beim Springen, und die Sitzposition in der Anfahrt stimmt auch noch nicht." Für Weinbuch sind das "Details eines Fehlerbildes, das sich bei Ronny eingeschlichen hat. Es wird noch eine Zeit dauern, bis das ganze Bewegungsmuster wieder stimmt."

Der lange Weg zum optimalen Sprungstil

Auch einen neuen Sprungschuh durfte der Thüringer vom WSV Dermbach im bitterkalten Lillehammer testen. "Der alte, ausgetretene war in der Luft zu labbrig. Der neue funktioniert, ist aber auch gefährlich, weil er wieder Fehler im Sprungablauf provoziert", berichtet Weinbuch. Insgesamt, so der Coach, habe Ackermann in den letzten Tagen deutliche Fortschritte gemacht. Die Schwäche seines Vorfliegers kommt für den Trainer nicht überraschend. Schon vor dem Weltcup-Auftakt hatte er auf Gewichtsprobleme ("Ronny war nicht faul. Er ist konditionell topfit, hat aber zusätzliche Muskelmasse aufgebaut.") und eingeschränkte Beweglichkeit im Sprungverlauf hingewiesen.

Sorgen um den Turiner Goldfavoriten Ackermann seien derzeit aber unangebracht. "Das Grundniveau stimmt, die richtige Olympiaform kommt noch", sagt Weinbuch: "Wir haben genügend Zeit."

© SID

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