Nordische Kombination Weltcup
Kombinierer bauen Führung in Nationenwertung aus

Der Amerikaner Bill Demong hat nach dem WM-Sieg auch den Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti gewonnen. Björn Kircheisen wurde hinter Teamkollege Eric Frenzel Sechster.

Eric Frenzel Fünfter, Björn Kircheisen auf Platz sechs - ein deutsches Kombinierer-Duo hat zum Auftakt der WM-Revanche in Lahti trotz guten Teamworks das Podest verpasst. Deutschland verteidigte beim Sieg des Weltmeisters Bill Demong (USA) die Führung in der Nationenwertung und hat vor den letzten drei Saisonwettbewerben beste Chancen auf die große Kristallkugel.

"Nach der WM ist die Luft ein bisschen raus. Aber ich bin mit Platz sechs zufrieden, wenn man bedenkt, dass ich die ganze Woche im Bett verbracht habe", sagte der von den Nachfolgen einer Erkältung gezeichnete Kircheisen. Sieben Tage nach seinem Silbergewinn bei der WM in Liberec kam der Sachse bei den 84. Salpausellkä-Skispielen mit 1:00,7 Minuten Rückstand auf den Sieger direkt hinter Frenzel (1:00,2) ins Ziel.

Kircheisen: "Es wird ganz schwer, mein Ziel von Platz drei noch zu erfüllen"

"Wir haben gut zusammengearbeitet. Ich bin zufrieden mit Platz fünf", sagte Frenzel. Der schon bei der letzten WM-Entscheidung unschlagbare Demong stürmte von Platz sechs nach dem Springen noch locker 7,2 Sekunden vor Anssi Koivuranta ins Ziel. Im Gesamtweltcup baute der Finne (1 249 Punkte) seinen Vorsprung auf den diesmal viertplatzierten Moan (1 170) auf 79 Zähler aus. Kircheisen ist jetzt Vierter (880) hinter Demong (920). "Es wird ganz schwer, mein Ziel von Platz drei noch zu erfüllen", sagte Kircheisen.

Der doppelte Vizeweltmeister Tino Edelmann zeigte als Elfter erneut eine starke Leistung. Team-Vizeweltmeister Ronny Ackermann hatte nach der WM die Saison mit Blick auf den kommenden Olympiawinter vorzeitig beendet. "Ein gutes Teamresultat, nach vorn ging nicht mehr. Wir wollen die Saison als Nummer 1 beenden", erklärte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Nach dreimal Silber bei der WM soll die große Kristallkugel das Happeyend für eine starke Saison werden.

Der als Siebter in den 10-km-Langlauf gestartete Kircheisen war nach einem starken Sprung auf 126 Meter in der Loipe bis auf 20 Sekunden an die Spitze herangelaufen, dann versagten ihm jedoch die Kräfte. Gemeinsam mit dem Sprungvierten Frenzel rettete er zumindest den Top-Ten-Platz. Schon bei seinem Silberlauf bei der WM am vergangenen Samstag hatte der Sachse über Halsschmerzen geklagt, danach folgten Probleme mit den Bronchien. Erst nach dem Ok des Arztes war Kircheisen später als das Team nach Finnland aufgebrochen.

Am Samstag und Sonntag stehen bei der WM-Revanche in Lahti auch die Entscheidungen der Skispringer mit Vizeweltmeister Martin Schmitt und im Langlauf mit der pfeilschnellen Biathletin Miriam Gössner auf dem Programm.

© SID

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