Nordische Kombination Weltcup
Kombinierer Hettich Dritter bei Sieg von Stecher

Beim zweiten Weltcup der nordischen Kombinierer im finnischen Kuusamo hat Georg Hettich den dritten Platz belegt. Den Sieg sicherte sich der Österreicher Mario Stecher. Weltmeister Ronny Ackermann enttäuschte hingegen.

Mit Platz drei hat Georg Hettich die deutschen Kombinierer beim zweiten Weltcup im finnischen Kuusamo vor einem Fehlstart in den Olympiawinter bewahrt. Der Schonacher lag nach einem Sprung von der Großschanze und dem 7,5-km-Langlauf 6,2 Sekunden hinter dem österreichischen Sieger Mario Stecher und erfüllte wie der achtplatzierte Thorsten Schmitt (Furtwangen) im Gegensatz zu Ronny Ackermann (Dernbach) die Olympianorm. Ackermann kam lediglich auf die Ränge 13 sowie 16 und stand damit erstmals seit sieben Jahren beim Weltcup-Auftakt nicht auf dem Siegerpodest. Platz zwei belegte mit 4,0 Sekunden Rückstand der Norweger Petter Tande. Der Finne Hannu Manninen verteidigte nach seinem Auftaktsieg mit Platz vier die Führung im Gesamtweltcup erfolgreich.

"Das hat heute richtig Laune gemacht", meinte Georg Hettich nach seinem ersten Podestplatz seit zwei Jahren glücksstrahlend und kassierte 3 500 Schweizer Franken als Prämie. Derweil bilanzierte Ackermann mit finsterer Miene: "Mein Auftakt war allenfalls mittelprächtig. Ich wusste um die Probleme im Sprungbereich, aber eine leichte Tendenz nach oben ist zu erkennen. Ich bin seit sechs Jahren in der absoluten Weltspitze und weiß schon, was ich machen muss."

"Mir bleibt derzeit nix anderes übrig"

Wie bereits im Einzelwettkampf vergab der noch mit Übergewicht kämpfende Ackermann bereits beim Springen alle Chancen auf seinen ersten Saisonsieg. Ein allenfalls mittelmäßiger Versuch auf 119,5 Meter bedeutete nur Rang 25 unter 45 Startern und 1:36 Minuten Rückstand zu Sprunglaufsieger Daito Takahashi (Japan). "Mir bleibt derzeit nix weiter übrig. Ich muss wieder von ganz hinten starten und versuchen, möglichst viele Plätze aufzuholen."

Am Ende kämpfte sich der Thüringer vom WSV Dermbach wenigstens noch um neun Plätze nach vorne und berichtete von einer "guten Laufform, auf der ich für die nächsten Rennen aufbauen kann." Wichtiger aber ist auch Bundestrainer Hermann Weinbuch das Sprungtraining: "Ronny hatte schon im Sommer Probleme auf der Schanze, dann kam die Verletzung dazu. Wir konnten für die Sprungform einfach zu wenig tun. Das müssen wir aufholen, aber wir haben ja bis Turin noch drei Monate Zeit. Das sollte reichen."

Weinbuch lobte seine Mannschaft, die zwei Tage nach der Blamage im ersten Saisonrennen im Sprint "ein ganz anderes Gesicht" zeigte. "Georg Hettich hat schon in der Vergangenheit gezeigt, dass er richtig beißen kann, wenn es darauf ankommt." Hettich ist als Neunter mit 62 Punkten derzeit bester Deutscher im von Einzel-Sieger und Titelverteidiger Hannu Manninen (150) angeführten Gesamtweltcup.

"Dann haben wir eine schöne Breite für Turin"

Nach dem ersten Podestplatz seiner Männer verbreitete Weinbuch Optimismus für den weiteren Verlauf des Olympia-Winters. "Einige Athleten von uns haben sich schon vorne gezeigt, und die Spitzenleute kommen schon noch. Dann haben wir eine schöne Breite für Turin."

Neben Ackermann enttäuschte in Finnland auch Vizeweltmeister Björn Kircheisen. Der Johanngeorgenstädter kam nach Platz elf im Einzelwettbewerb im Sprint nicht über Rang 22 hinaus und offenbarte ähnlich wie Ackermann erhebliche Defizite im Sprungbereich.

© SID

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