Nordische Kombination Weltcup
Manninen nicht zu stoppen - Ackermann Dritter

Beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lillehammer ist Hannu Manninen seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat den zweiten Saisonsieg eingefahren. Deutschlands Aushängeschild Ronny Ackermann wurde Dritter.

Hannu Manninen hat der Konkurrenz im Weltcup der Nordischen Kombination einmal mehr die Grenzen aufgezeigt. Der Finne holte in Lillehammer nach zwei Sprüngen und dem Langlauf über 15 Kilometer seinen insgesamt 33. Weltcup-Sieg. Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann landete nach einem verkorksten Springen noch auf dem dritten Rang und stand in diesem Winter erstmals auf dem Podest..

Ackermann froh über den Podestplatz

"Schön, wieder auf dem Podest zu sein. Das war ein extrem schweres Rennen", sagte Ackermann. Auf dem letzten Kilometer hatte ihn Felix Gottwald um 4,1 Sekunden abgehängt, der Österreicher kam als Zweiter mit 1:18,1 Minuten Rückstand hinter dem souveränen Manninen ins Ziel.

"Felix war ein bisschen faul, ich musste die ganze Führungsarbeit leisten. Aber es ist schon okay", sagte Ackermann generös. Jetzt müsse das Springen genau analysiert werden. Vielleicht könne er im nächsten Wettbewerb "noch einen draufsetzen". Am Sonntag (ab 9.30 Uhr) findet als vierte Saison-Konkurrenz noch ein Sprint in der Olympiastadt von 1994 statt.

Ackermann, der in Kuusamo vor einer Woche mit den Rängen 13 und 16 einen Fehlstart hingelegt hatte, war nach dem Springen noch 16. gewesen. Nach Weiten von 109 und 116 Metern bei schwierigem Rückenwind ging er mit 2:10 Minuten Rückstand auf den 17-jährigen Finnen Anssi Koivuranta (Achter am Ende), der als Führender bei 121,5 und 126m gelandet war, in die Loipe.

Manninen einsam an der Spitze

In der zweiten Teildisziplin im rund 18km von der Olympiastadt von 1994 entfernten Sjusjoen drehte "Acker" bei minus drei Grad Celsius mächtig auf. Bereits nach der Hälfte der Distanz hatte er einen Podestplatz in Reichweite. Lediglich der als Vierter gestartete Manninen lief ein einsames Rennen. Bundestrainer Hermann Weinbuch, der wegen eines lädierten Knies vom Fußballspielen nicht wie gewohnt ein paar Meter neben den Athleten herlaufen konnte, sagte: "Ihn hatten wir gar nicht auf der Rechnung, er war einfach zu weit weg."

Das gute Abschneiden rundeten Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) als Zwölfter und Thorsten Schmitt (Furtwangen) als 14. ab. Auch Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt), Marcel Höhlig (Oberhof) und Matthias Menz (Steinbach-Hallenberg) auf den Rängen 17 bis 19 waren keine Ausfälle.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%