Nordische Kombination Weltcup
Tande siegt, Ackermann Gesamtsieger im Sprint

Kombinierer Ronny Ackermann hat sich beim Weltcup in Oslo den Sprint-Gesamtsieg gesichert. Beim letzten Rennen reichte dem 30-Jährigen ein 17. Platz hinter Sieger Petter Tande.

Besser hätte die Saison für Kombinierer Ronny Ackermann nicht laufen könne. Nachdem sich der 30-Jährige bereits vorzeitig den Sieg im Gesamtweltcup und die Nationenwertung gesichert hatte, gewann Ackermann jetzt auch die kleine Kristallkugel im Sprint. Dazu reichte dem Weltmeister beim letzten Rennen der Saison im norwegischen Oslo Platz 17.

"Perfekte Saison" für Ackermann

"Das war eine perfekte Saison. Wir haben von den Titeln alles geholt, was zu holen war. Das hätte ich so nicht erwartet, aber ich habe mich in dieser Saison enorm weiterentwickelt", bilanzierte der viermalige Weltmeister, der in 20 Saisonrennen elfmal aufs Podest stürmte und zum dritten Mal nach 2002 und 2003 die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup-Sieg in den Händen hielt.

Der Thüringer hatte bei seinem schwächsten Saisonrennen 1:44,0 Minuten Rückstand auf den norwegischen Sieger Petter Tande. Platz zwei belegte der Österreicher Mario Stecher vor seinem Landsmann Bernhard Gruber.

"Ich hatte wirklich schlechtes Material und ein bisschen Glück, dass es am Ende auch mit dieser Kugel geklappt hat", meinte Ackermann. Am Vortag hatte er seine überragende Klasse noch einmal nachgewiesen, als er von Platz 13 nach dem Springen noch auf Position drei 40,2 Sekunden hinter Sieger Bernhard Gruber gestürmt war. "Ronny ist der verdiente Chef der Kombinierer. Jetzt lassen wir so richtig die Sau raus", erklärte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Kombinierer-König feiert mit Bier und Pizza

Voll beladen mit viel Kristall ging es am vernebelten Holmenkollen zu einer improvisierten Feier in die Wachshütten, wo Ackermann Bierbüchsen geordert und Weinbuch dazu Pizza bestellt hatte. Als Belohnung für eine grandiose Saison kassierte der 30-Jährige 25 000 Euro Verbandsprämie für den Gesamtweltcup-Triumph. Genügend Taschengeld für den in der kommenden Woche geplanten Golftrip mit seinen drei besten Kumpels. Im April geht es mit der Freundin in die Sonne.

Außer Ackermann schafften am Abschlusswochenende nur der am Ende im Gesamtweltcup siebtplatzierte Eric Frenzel (Zehnter und Sienter) sowie Tino Edelmann (Siebter) den Sprung in die "Top Ten". "Am Ende ist uns ein bisschen die Kraft ausgegangen. Das zeigt, dass mit Blick auf Olympia nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Wir müssen hart weiterarbeiten", erklärte Weinbuch: "Aber wir können trotzdem mit der Saison sehr zufrieden sein. Wir hatten sieben verschiedene Leute unter den Top sechs und vier verschiedene Sieger."

Allerdings droht dem Erfolgsteam der Kombinierer personeller Aderlass, denn Sprungtrainer Andreas Bauer ist als neuer Chef bei den Skispringern im Gespräch. Weinbuch hofft allerdings, dass sein Kollege nicht die Nachfolge von Peter Rohwein antritt: "Ich möchte, dass der Andi bei uns bleibt. Wir sind zusammen ziemlich erfolgreich."

© SID

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