Nordische Kombination WM
Kombinierer Kircheisen hat Sprint-Gold im Visier

Björn Kircheisen nimmt bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Sapporo Kurs auf die Goldmedaille. Nach dem Sprunglauf startet der Kombinierer als Erster auf die 7,5km lange Laufstrecke.

Kombinierer Björn Kircheisen ist bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Sapporo auf Goldkurs. Der Johanngeorgenstädter gewann mit Bestweite von 134 Metern den Sprunglauf der Sprintentscheidung souverän und startet ab 11.00 Uhr/MEZ deshalb als Erster auf die 7,5km lange Laufstrecke rund um den Sapporo-Dome. Titelverteidiger Ronny Ackermann aus Dermbach wahrte als Sprunglauf-Fünfter seine Medaillenchancen.

Vor dem Langlauf verfügt Kircheisen über einen Vorsprung von 18 sowie 28 Sekunden auf die nächstplatzierten Anssi Kuivuranta aus Finnland und Maxime Laheurte aus Frankreich, die zudem als schwächere Langläufer gelten. Ackermann liegt 47 Sekunden hinter seinem Teamkollegen zurück. Zwei Sekunden dahinter folgt Weltcup-Spitzenreiter und Topfavorit Hannu Manninen (Finnland), weitere drei Sekunden dahinter Olympiasieger Felix Gottwald (Österreich).

"Das war ein richtig guter Flug. Als ich gemerkt habe, dass die Luft trägt, habe ich mich richtig lang gemacht. Jetzt will ich unbedingt die Medaille", sagte Kircheisen. "Ich bin mit dabei, dass ist wichtig. Die Laufstrecke liegt mir. Wenn ich gute Ski habe, ist viel möglich. Aber der Björn ist schon weit weg", ergänzte Ackermann. "Kircheisen läuft um Gold, Ackermann steigert sich hier von Sprung zu Sprung", meinte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Youngster Eric Frenzel (Oberwiesenthal) wurde im ersten großen Wettbewerb seiner Karriere wegen zu langer Sprungski disqualifiziert. Tino Edelmann und Sebastian Haseney (beide Zella-Mehlis) liegen vor dem Langlauf auf den Rängen 13 sowie 35.

Stürze überschatten Sprunglauf

Überschattet wurde der Sprunglauf von schlimmen Stürzen des Japaners Daito Takahashi und von Konstantin Sokolenko aus Kasachstan, die beide kopfüber in den Auslauf stürzten. Takahashi brach sich bei seinem Sturz die linke Schulter. Der international erfahrene Einheimische war unmittelbar nach dem Absprung in eine Windböe geraten. Er überschlug sich in der Luft und schlug mit der Schulter zuerst bei 55 Metern auf den Aufsprunghang auf.

Takahashi wurde mit dem Notarztwagen zum Röntgen in ein Krankenhaus gefahren, wo der Schulterbruch diagnostiziert wurde. Nach Auskunft eines OK-Sprechers wird der Kombinierer etwa drei Monate ausfallen. Sokolenko kam mit leichten Blessuren davon.

Vor Takahashi war bereits am Mittwoch der Skisprung-Olympiasieger Michael Uhrmann auf der windanfälligen Okurayama-Großschanze schwer gestürzt und hatte sich den rechten Mittelfußknochen gebrochen. Uhrmann flog am Freitag nach Deutschland zurück, um sich in Murnau einer Operation zu unterziehen.

© SID

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