Nordische Ski-Weltmeisterschaften
Herren-Sprinter holen Silber

Axel Teichmann und Jens Filbrich haben bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf im Teamsprint die Silbermedaille gewonnen. Das Duo aus Lobenstein und Frankenhain mussten sich am Freitag nach 6 x 1,2 km nur Norwegen geschlagen geben.

HB OBERSDORF. Der Wettbewerb "Teamsprint" wurde erstmalig bei der WM ausgetragen. Dritter bei den Herren wurde Tschechien.

Der "Thüringen-Express" mit Teichmann (Lobenstein) und Filbrich (Frankenhain) feierte am Freitag über 6 x 1,2 km mit dem zweiten Medaillengewinn innerhalb von 24 Stunden einen versöhnlichen WM-Abschluss. "Wir haben beide fantastisch gekämpft und sind überglücklich. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, weil ich nach dem schwachen WM-Auftakt nicht mehr mit zwei Medaillen gerechnet hatte. Heute wird sicher etwas mehr gefeiert, denn die WM ist für mich vorbei", sagte Teichmann, der im Siegfall seinen Spitzbart verloren hätte. "Ich werde mir den Bart aber zumindest stutzen, denn so kann ich nicht zur Party gehen", flachste er. Nun kann sich Teichmann ganz auf den Gewinn des Gesamt-Weltcups konzentriert. "Ich möchte die große Kristallkugel nach Hause laufen", sagte der 25-Jährige.

Wie in der Staffel am Vortag spielte Teichmann seine Stärke auf der Schlussrunde aus, als er den Tschechen Martin Koukal am letzten Anstieg stehen ließ. "Wie er da los gerannt ist, begeistert selbst einen alten Hasen wie mich", lobte Bundestrainer Jochen Behle, der insgeheim auf Gold gehofft hatte. "Wir sind nicht am Ziel aller Wünsche, weil eine Nation vor uns steht", sagte Behle.

Bei der entscheidenden Attacke des Norwegers Hofstad hatte der an siebter Stelle liegende Filbrich nicht mitgehen können. "Ich hatte schwere Beine, aber die tolle Kulisse hat mich alle Schmerzen vergessen lassen und mich nach vorne gepeitscht", erklärte Filbrich, der die Medaille seinem Heim-Trainer Cuno Schreyl widmete. "Er hat einen riesigen Anteil an meinem Erfolg", dankte Filbrich dem Coach, der am Freitag seinen 45. Geburtstag feierte.

Für Claudia Künzel und Viola Bauer reichte es im Damen-Rennen über 6 x 0,9 km dagegen nicht zu Edelmetall. Das Duo aus Oberwiesenthal belegte hinter Weltmeister Norwegen, Finnland und Russland den vierten Platz "Mit Rang vier muss man zufrieden sein", meinte Behle nach dem Rennen, in dem Viola Bauer und Claudia Künzel an die Schmerzgrenze gehen mussten. "Das ist einer der härtesten Wettkämpfe, zumal die Strecke sehr schwer ist", sagte Bauer, die auf der zweiten Runde den Anschluss verlor. Zwar konnte Künzel die Lücke noch einmal schließen, doch auf der Schlussrunde war der Dampf beim DSV-Duo raus. "Die Aufholjagd hat Claudia zu viel Kraft gekostet, die hat später gefehlt. Sie ist noch nicht top fit", stellte Behle fest und wurde von Künzel bestätigt. "Ich bin immer noch nicht die Alte." Dennoch wird sie wie Bauer am Samstag über 30 km an den Start gehen.

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