Nordische Ski-WM
Ski-Asse im Traumland

Schon nach 16 von 21 Entscheidungen ist klar: Besser hätte die Nordische Ski-WM für Deutschlands nordische Ski-Asse bislang kaum laufen können. Die Auftritte von Freund, Rydzek & Co. sorgen für Aufbruchstimmung.
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Falun/Düsseldorf„Es ist alles wie im Traum, was hier abläuft“, jubelte Johannes Rydzek, nachdem er bei den 50. Nordischen Ski-Weltmeistschaften in Falun zu seiner dritten Medaille geflogen war. Rydzek, passend im „Superman“-Trikot unter der Wettkampfkleidung unterwegs, sprach praktisch für das gesamte DSV-Team, das in Schweden eine rauschende Party nach der anderen feiern kann. Im Medaillenspiegel liegt Deutschland mit fünf Goldmedaillen und je einer Silber- und Bronzemedaille auf Platz zwei hinter Norwegen. Schon vor dem finalen Wochenende ist die Ski-WM für den Deutschen Skiverband ein großer Erfolg.

Johannes Rydzek ist schon jetzt der erfolgreichste Nordische Kombinierer dieser Titelkämpfe. Nach zwei Goldmedaillen schaffte der Oberstdorfer am Donnerstag im Wettbewerb von der Großschanze Bronze und feierte das mit seinen Liebsten: „Mit ihnen diese Emotionen zu teilen, ist wahnsinnig schön“, sagte er.

„Wir haben auf der Schanze einiges liegenlassen. Deshalb hieß es in der Loipe nur noch: Zocken, Zocken, Zocken“, resümierte Bundestrainer Hermann Weinbuch mit heiserer Stimme. Bei Rydzeks erfolgreichem Zielsprint hatte er immer wieder „Jaaa, Jaaa, Jaaa“ geschrien und war wie ein Flummi auf der Strecke herumgesprungen.

Der Oberstdorfer Doppel-Weltmeister musste 54 Sekunden auf Sprungsieger Gruber wettmachen, der gemeinsam in einer Gruppe mit den laufstarken Franzosen Braud und Jason Lamy Chappuis vornweg stürmte. „Das war ein sehr taktisch geprägtes Rennen. Die Verfolger hatten unheimlich viel Respekt voreinander, keiner wollte wirklich Führungsarbeit leisten“, erzählte Weinbuch die Renngeschichte. Seine Schützlinge hielten sich auch zurück, um der Konkurrenz keinen Windschatten zu bieten. „Deshalb sind die vorn auch durchgekommen“, betonte Weinbuch.

In der letzten Runde starteten der Norweger Magnus Moan und Rydzek dann doch noch die Verfolgungshatz. Bis ganz nach vorn reichte es nicht mehr, aber um Bronze lieferten sich beide ein erbittertes Finish. „Ich musste wirklich bis zur Ziellinie kämpfen. Wir haben in Oberstdorf noch einmal den Spurt geübt und daran habe ich mich erinnert. Ich habe alles rausgeballert, was ich hatte“, sagte Rydzek. Der 23-Jährige war zuvor schon Weltmeister von der Normalschanze und im Team geworden.

Einziger Wermutstropfen aus DSV-Sicht: Bei Titelverteidiger Eric Frenzel ging in der Loipe erneut nichts. Beim Springen landete er noch auf Platz sechs mit der zweitgrößten Weite. „Ich habe mich körperlich gut gefühlt und mich auf das Rennen gefreut“, sagte der Oberwiesenthaler, der gemeinsam mit Tino Edelmann auf Platz neun einkam.

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Lobeshymnen auf Freund und Schuster

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