Nur Alexander Popp erfolgreich
Rainer Schüttler scheitert in Wimbledon

Nur fünf von vierzehn Deutschen haben die zweite Runde in Wimbledon erreicht. Am zweiten Turniertag schied auch Rainer Schüttler aus. Den einzigen Erfolg auf deutscher Seite verbuchte der zweimalige Viertelfinalist Alexander Popp.

HB LONDON. Rainer Schüttler verlor mit 3:6, 3:6, 4:6 gegen den Weißrussen Max Mirnyi. Vor ihm scheiterten bereits Thomas Haas, Philipp Kohlschreiber, Tomas Behrend, Anna-Lena Grönefeld und Marlene Weingärtner.

Alexander Popp setzte sich dagegen am Abend mit 6:2, 6:3, 2:6, 6:4 gegegen den Franzosen Jerome Haehnel durch, der 2004 bei den French Open Andre Agassi in der ersten Runde ausgeschaltet hatte.

In den letzten Jahren wurde Popp oft von gesundheitlichen Problemen, manchmal aber auch vom eigenen Phlegma zurückgeworfen. 2001 legte ihn das Pfeiffer'sche Drüsenfieber lahm. Nach dem Achtelfinal-Einzug in Wimbledon im vorigen Jahr tat im Anschluss an die US Open die Schulter so weh, dass Popp sich nach sechs quälenden Wochen operieren ließ und ein halbes Jahr pausieren musste. Bei bisher vier Turnieren in diesem Jahr verlor er stets zum Auftakt, auf Rasen zuletzt in Halle gegen Australian-Open-Sieger Marat Safin und in Nottingham gegen den Amerikaner Taylor Dent.

Dafür lief es gegen Haehnel zwei Sätze lang erstaunlich glatt. "Ich war selbst überrascht. Das reicht mir, um Selbstvertrauen aufzubauen", sagte der 2,01 Meter lange Blondschopf, dem kurioserweise ein Sturz ins Netz im vierten Satz half, seine plötzlich aufkommende Verkrampfung zu lösen. Auch Popp knickte um - zum Glück nicht so schlimm wie Thomas Haas, der mit einem Bänderanriss aufgeben musste. Doch die Gedanken an seinen Fuß halfen Popp, die Angst vor dem Scheitern im Match zu verdrängen.

Seine starke Wimbledon-Bilanz von bisher zwölf Siegen bei nur drei Niederlagen möchte Popp am Donnerstag im ersten Vergleich gegen den australischen Tennis-Veteranen Wayne Arthurs ausbauen. Der 34-jährige Linkshänder, mit guten Aufschlägen und Volleys noch ein klassischer Rasenspieler, erlebt derzeit seinen zweiten Frühling. "Das ist kein leichtes Match", sagte Popp, "aber vom Kopf her ist es leicht. Ich muss mich nicht ärgern, wenn ich vier Aufschlagspiele lang keinen Ball treffe."

Popps letzter australischer Gegner in Wimbledon war 2003 der spätere Finalist Mark Philippoussis. Popp verpasste damals nach 2:0-Satzführung mit 6:8 im fünften Durchgang das Halbfinale.

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