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Nur noch Lebedewa kämpft um den Jackpot

Auch auf der vierten Station der Golden League in Zürich holte sich Tatjana Lebedwa im Dreisprung den Sieg und kann weiter vom großen Geld träumen. Christine Arron schied über 100 Meter aus dem Jackpotrennen aus.

Ihre tolle Form könnte sich für Tatjana Lebedewa schon bald in bares Geld auszahlen. Die russische Dreispringerin ist beim verregneten Golden-League-Meeting der Leichtathleten in Zürich dem großen Geld einen großen Sprung näher gekommen, die französische 100-m-Sprinterin Christine Arron dagegen am mit einer Million Dollar gefüllten Jackpot vorbeigelaufen.

Des einen Freud ist des anderen Leid, denn Lebedewa kann nach ihrem vierten von sechs notwendigen Golden-League-Siegen alleine noch auf die Gesamtsumme hoffen. Vor 22 000 Zuschauern hielt sich die Russin, die offiziell wegen einer Achillessehnen-Verletzung auf den Start bei der WM in Helsinki verzichtet hatte, im legendären Züricher Letzigrund schadlos und verwies mit 14,94m Weltmeisterin Trecia Smith (Jamaika/14,67) auf Platz zwei. Nun benötigt sie nur noch zwei Erfolge in der kommenden Woche in Brüssel und am 4. September beim Istaf in Berlin, um das Geld zu kassieren.

Blaschek siegt im B-Lauf

Die WM-Dritte Arron musste dagegen fünf Tage nach den Weltmeisterschaften, wo sie schon die erhoffte Goldmedaille verpasst hatte, eine weitere Schlappe hinnehmen und wurde in 10,99 Sekunden gar nur Vierte. Den Sieg holte sich in 10,85 Sekunden 200-m-Olympiasiegerin Veronica Campbell aus Jamaika. Den Männer-Sprint entschied Weltmeister und Olympiasieger Justin Gatlin in 10,14 Sekunden für sich. Weltrekordler Asafa Powell hatte verletzt abgesagt.

Begonnen hatte das Meeting mit einem deutschen Sieg im B-Lauf über 110m Hürden begonnen. Thomas Blaschek, in der vergangenen Woche im WM-Halbfinale noch knapp ausgeschieden, verpasste in 13,32 Sekunden seine Bestleistung nur um eine Hundertstel und ließ höher eingeschätzte Konkurrenz hinter sich: "Ich habs mir viel schwieriger vorgestellt, hier zu gewinnen, vor allem wegen der Amerikaner", meinte der Leipziger nach seinem Sieg.

Möllenbeck und Riedel abgeschlagen

Die wertvollste Leistung der Veranstaltung, bei der in der Vergangenheit schon 23 Weltrekord aufgestellt wurden, lieferte die 400-m-WM-Zweite Sanya Richards ab, die als neunte Läuferin überhaupt auf der Stadionrunde unter 49 Sekunden blieb. Die US-Amerikanerin lief 48,92 Sekunden, Weltmeisterin Tonique Williams-Darling von den Bahamas wurde in 49,30 Sekunden klar geschlagen Zweite. Letzte Läuferin unter 49 Sekunden war die Mexikanerin Ana Guevara im Jahr 2003 (48,89). Der Weltrekord steht bei 47,60 Sekunden und wird seit 1985 von der Rostockerin Marita Koch gehalten.

Gut erholt von seiner WM-Enttäuschung präsentierte sich der finnische Weltmeisterschafts-Vierte Tero Pitkämäki im Speerwerfen. Er gewann mit starken 88,71m, der Rostocker WM-Achte Mark Frank wurde Sechster (80,53). Pech hatte 3 000-m-Hindernis-Weltmeister Saif Saaeed Shaheen, der am letzten Wassergraben stürzte und so seine Weltrekord-Chance verpasste. Der Katari siegte aber trotzdem in 8:02,69 Minuten.

Ohne Chance waren der Diskus-WM-Dritte Michael Möllenbeck (Wattenscheid) und der fünfmalige Weltmeister Lars Riedel (Chemnitz) beim Sieg von Weltmeister und Olympiasieger Virgilijus Alekna (Litauen), der seine Scheibe auf 68,00m schleuderte. Riedel wurde mit 62,65m nur Neunter, Möllenbeck mit 61,18m Zehnter.

© SID

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