Ohne Erfahrung geht nichts
„Segeln ist mehr als Hirn und Muskeln"

Zum ersten Mal kämpft ein deutsches Boot um den America’s Cup. Als Einzelsportler sind Deutsche aber auch auf anderen Yachten mit im Team. Sailaffairs bat drei deutsche Segler von drei konkurrierenden Crews zum Erfahrungsaustausch.

3,5 Millionen aktive Segler zählt der Deutsche SeglerVerband, nur einige wenige mutige Einzelgänger unter ihnen sind international bekannt. Einige davon kämpfen auf verschiedenen Booten um den America's Cup. Bis ins Jahr 2005 hat es gedauert, bis zum ersten Mal ein Team unter deutscher Flagge um den Pokal segelt. Aber der 32. Cup ist nicht nur in diesem Punkt ein Novum in seiner Geschichte: das erste Mal seit 1851 wieder in Europa, neue Regeln, neue Boote. Gründe genug, sich mit drei deutschen Seglern aus drei Booten an einen Tisch zu setzen. sailaffairs bat Jochen Schümann, Steuermann des Schweizer Teams und Cup-Verteidigers Alinghi, Tim Kröger, Boat Captain der Shosholoza aus Südafrika, und den Newcomer Henning Sohn, Grinder des deutschen Teams United Internet, bei den Vorregatten, den Louis Vuitton Acts 6 und 7 vor Malmö, zum Gespräch. Ein Termin, überschattet von einem Unfall eines anderen deutschen Seglers an Bord der United-Internet-Yacht GER 72: Vorschiffmann Christian Buck verlor im Anschluss an den Sieg über das Team China beim Abseilen aus dem Masttop bei schwerer See den Halt und wurde gegen den Mast geschleudert. Der 27-jährige Rostocker verletzte sich dabei schwer.

Herr Sohn, können Sie uns etwas zu dem Unfall sagen?

Henning Sohn: Ich möchte nicht über den Unfall reden, das Team steht unter Schock.

Kennen Sie sich eigentlich untereinander?

Tim Kröger: Jochen kenne ich natürlich schon lange. Henning treffe ich zum ersten Mal.

Sohn: Ich kenne die beiden natürlich vom Segeln.

Herr Sohn, wie fühlt sich so eine Premiere an?

Sohn: Ich habe mich ja lange vorbereitet. Schon als vor vier Jahren das erste deutsche Team an den Start gehen sollte, wurde ich gefragt.

Sie haben nur einen Vertrag über ein Jahr. Bremst das nicht den Enthusiasmus?

Sohn: Mein Ziel ist es, im Team zu bleiben, ganz klar. Da ist es eigentlich egal, ob mein Vertrag in einem Jahr zu Ende ist. Wir sind eine junge Crew und die muss sich finden, dazu müssen verschiedene Besetzungen probiert werden.

Kröger: Man muss ja nicht denken, das es anderswo einfacher ist. Auf der Shosholoza muss sich auch jeder immer wieder neu beweisen.

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