Ohne Niederlage
Russland und Kanada wahren weiße Weste

Kanada und Gastgeber Russland haben sich zum Abschluss der Zwischenrunde bei der Eishockey-WM als Gruppensieger für das Viertelfinale qualifiziert. Kanada siegte 6:3 gegen Nachbar USA, die Russen besiegten Schweden 4:2.

Ohne Niederlage und als Gruppensieger sind Gastgeber Russland und Kanada ins Viertelfinale der Eishockey-WM eingezogen. Die Russen setzten mit einem 4:2 (1:1, 1:1, 2:0) gegen Titelverteidiger Schweden seine Siegesserie in Moskau fort und schlossen die Zwischenrundengruppe E nach dem 35. WM-Erfolg nacheinander in ihrer Hauptstadt mit der Maximalpunktzahl ab. Im Viertelfinale trifft die "Sbornaja" am Mittwoch (14.15 Uhr Mesz) auf den elfmaligen WM-Champion Tschechien.

Die "Ahornblätter" besiegten zum Abschluss der Gruppe F ihren nordamerikanischen Rivalen USA mit 6:3 (4:0, 1:2, 1:1). In der Runde der letzten Acht haben die Profis aus dem Eishockey-Mutterland am Donnerstag (14.15 Uhr) in Außenseiter Schweiz den vermeintlich leichtesten Gegner. Die USA müssen sich danach (18.15 Uhr) mit Ex-Titelträger Finnland auseinandersetzen. Weltmeister und Olympiasieger Schweden bekommt es am Dienstag (18.15 Uhr) mit der Slowakei zu tun.

Russland macht Rückstand wett

Vor 14 000 Zuschauer in der Chodynka-Arena brachte Martin Thörnberg Schweden früh in Führung (9.). Doch Alexej Morosow mit einem verwandelten Penalty (18.) und Denis Grebeschkow (24.) drehten das Spiel zugunsten der Gastgeber. Nach dem Ausgleich durch Alexander Steen (39.), den einzigen NHL-Profi im schwedischen WM-Aufgebot, sorgten Jungstar Jewgeni Malkin (50.) und Morosow (57.) für die Entscheidung.

"Blitz-Tor" bringt Kanada auf die Siegerstraße

5 500 Fans in Mytischtschi sahen eines der schnellsten Tore der WM-Geschichte. Bereits nach acht Sekunden traf Jay Mcclemont zum 1:0 für Kanada. Mike Cammalleri (3., 14.) und Matt Lombardi (13., 36., 52.) erzielten die weiteren Tore zum sechsten Sieg der "Ahornblätter" im sechsten WM-Spiel, Paul Stastny (30., 54.) und Lee Stempniak (38.) waren für das junge US-Team erfolgreich.

Österreich und Ukraine steigen ab

Österreich hat derweil das Klassenziel verpasst und ist erneut in die Zweitklassigkeit abgestürzt. Nur ein Jahr nach dem Wiederaufstieg gewann die Mannschaft des früheren Ingolstädter Trainers Jim Boni zum Abschluss der Relegationsrunde zwar 8:4 (3:1, 3:2, 2:1) gegen die Ukraine, konnte sich aber nicht mehr retten, da sich Norwegen zeitgleich durch ein 7:4 (3:2, 3:0, 1:2) gegen Lettland den Klassenerhalt sicherte. Die Balten hatten sich bereits zuvor für die A-WM 2008 in Kanada qualifiziert. Die Ukraine begleitet Österreich in die B-Gruppe.

Boni zieht die Reißleine

Boni zog aus dem Scheitern die Konsequenzen. "Zwei Jahre sind genug", sagte der Italo-Kanadier, dessen Vertrag sich beim Verbleib in der A-Gruppe automatisch verlängert hätte. Boni, der im Vorfeld der WM die Erwartungen sehr hoch geschraubt hatte, gab zu: "Ich würde jetzt einige Entscheidungen anders treffen. Ich muss zu meinen Fehlern stehen." Allerdings wollte er nicht die alleinige Verantwortung für den Abstieg übernehmen: "Wir haben alle Fehler gemacht, es lag nicht nur an einem allein."

Auch Routinier Dieter Kalt gab zu: "Es war ein Fehler, die Erwartungshaltung nach draußen zu tragen." Der ehemalige DEL-Profi befand: "Wir haben ein richtig schlechtes Turnier gespielt. Der Sieg heute war zu wenig und zu spät."

In Moskau erzielten Thomas Koch, Philipp Lukas, Markus Peintner (je 2), Dieter Kalt und Andre Lakos die Tore zum ersten WM-Sieg der Österreicher, der allerdings wertlos war. Anders Bastiansen (3), Mads Hansen (2), Lars Erik Lund und Morten Ask sicherten Norwegen den Verbleib in der A-Gruppe.

© SID

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