Olympia 2012 Russisches Silber wegen Dopings aberkannt

Nach dem Silber von 2008 ist nun auch selbiges Metall von 2012 futsch. Eine russische Läuferin der 4x400-Meter-Frauenstaffel wurde des Dopings überführt – zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres.
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Julija Guschtschinaa (l. n. r.), Antonia Kriwoschapk, Tatjana Firowa und Natalja Antjuch müssen ihre Silbermedaillen wieder zurückgeben. Quelle: dpa
Russische Staffel bei Olympia 2012

Julija Guschtschinaa (l. n. r.), Antonia Kriwoschapk, Tatjana Firowa und Natalja Antjuch müssen ihre Silbermedaillen wieder zurückgeben.

(Foto: dpa)

LausanneZum zweiten Mal innerhalb von fünf Monaten verliert eine russische 4x400-Meter-Frauenstaffel wegen Dopings ihre olympischen Silbermedaillen. Die Leichtathletin Antonia Kriwoschapka wurde bei Nachkontrollen von Proben der Olympischen Spiele 2012 positiv getestet, wie das IOC am Mittwoch mitteilte. Bei der verbotenen Substanz handelt es sich um das anabole Steroid Dehydrochlormethyltestosteron (Turinabol). Alle russischen Staffelläuferinnen müssen ihre Medaillen nun zurückgeben, Jamaika rückt auf den Silberrang vor. Auch das russische Frauen-Quartett bei Olympia 2008 in Peking verlor Silber wegen Dopings. Tatjana Firowa gehörte beiden nunmehr disqualifizierten Staffeln an.

Wegen Dopings wurden zwei weitere Athleten vom IOC bestraft. Die russische Diskuswerferin Vera Ganejewa hatte in London Rang 23 belegt. Der türkische Boxer Adem Kilicci war in London bis ins Viertelfinale gekommen.

Das IOC reanalysiert derzeit mehr als 1000 Dopingproben von den Sommerspielen 2008 und 2012 mit neuen, verfeinerten Methoden.

  • dpa
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