Olympia 2018
Witt und Co. werben in Belgrad für München

München präsentiert heute in Belgrad sein Bewerbungskonzept für die Olympischen Winterspiele 2018. Auch bei der dritten Runde soll Katarina Witt für positive Stimmung sorgen.

Nach den nationalen Turbulenzen um Geld und die Grünen will die Münchner Olympia-Bewerbung für 2018 ihren internationalen Höhenflug in Belgrad fortsetzen. Zum dritten Mal nach Acapulco und Guangzhou präsentieren Frontfrau Katarina Witt und Co. das Konzept des "Festivals of Friendship", heute gegen 16.15 Uhr vor der eminent wichtigen Generalversammlung der Europäischen Olympischen Komitees (EOC).

"Bereits die Zusammensetzung unser Delegation deutet auf die Top-Priorität der Münchner Bewerbung hin - den Sport in den Mittelpunkt Olympischer und Paralympischer Winterspiele zu stellen", sagt Katarina Witt. Neben der zweimaligen Eiskunstlauf-Olympiasiegerin wird die Delegation bei der 15-minütigen Präsentation diesmal durch IOC-Mitglied Claudia Bokel, immerhin olympische Silbermedaillengewinnerin verstärkt. Auch Dosb-Präsident Thomas Bach, olympischer Goldmedaillengewinner und zweimaliger Fechtweltmeister, wirbt in der serbischen Hauptstadt wieder für die Idee von freundlichen Spielen.

Konzept von nachhaltigen Spielen

Neben einem an den "Bedürfnissen der Athleten und des Sports ausgerichteten Konzept" (Witt) wirbt München 2018 auch weiterhin mit seinem Konzept von nachhaltigen Spielen - trotz des Parteitags-Votums der Grünen gegen Winterspiele im ökologisch sensiblen Alpenraum. "Unser Konzept ist stark, gerade wenn es um Athleten- und Umweltfreundlichkeit geht. Dies müssen wir auch weiterhin authentisch und sympathisch kommunizieren", sagte Bernhard Schwank als Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft.

Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider verteidigte das Umweltkonzept der Münchner Bewerbung als "weltweit anerkannt" ebenso wie das Budget. "Die Kosten sind gut durchgerechnet, man kann davon ausgehen, dass die Zahlen in etwa so eintreten. Es wird aber immer ein Restrisiko geben. Das müssen der Freistaat, die Landeshauptstadt und der Bund mittragen", sagte er.

Pyeongchang und Annecy ausschalten

Die Münchner Problemthemen muten neben denen des südkoreanischen Hauptrivalen Pyeongchang jedoch lächerlich an, schließlich könnte der bewaffnete Konflikt mit Nordkorea die Chancen des Favoriten entscheidend schmälern. Neben Pyeongchang gilt es auch, den europäischen Rivalen Annecy/Frankreich bei den Entscheidungsträgern des Kontinents auszustechen. Bei den bisherigen beiden Präsentationen hatte München jeweils den meisten Beifall der drei Anwärter für 2018 erhalten.

Das lag auch am Charme von Katarina Witt, die ihre Weltreise für München 2018 nach Belgrad unter anderem in Oman, Seoul, Afrika und Ozeanien fortsetzen wird. Die Winterspiele werden am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban vergeben.

© SID

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